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Ludwigslust-Parchim : Landkreis auf Wohnungssuche

vom
Aus der Redaktion des Hagenower Kreisblatt

Marktanalyse nach Flüchtlingswelle: Wohnraumbedarf in Ludwigslust-Parchim steigt auf 1580

von
erstellt am 27.Okt.2015 | 08:07 Uhr

Der Landkreis auf dem „Wohn-Prüfstand“: 1100 Wohnungen braucht Ludwigslust-Parchim mehr in diesem Jahr. Das besagt eine Marktanalyse des Pestel-Instituts, die gestern öffentlich wurde. Durch die ankommenden Flüchtlinge steige der Bedarf auf 1580 Wohnungen. Vor allem bezahlbarer Wohnraum fehle laut Institutsleiter Matthias Günther.

Eine Herausforderung, heißt es dazu aus der Pressestelle des Landkreises. Doch auch wenn die Lage „angespannt ist“, ganz so dramatisch seien die Zahlen noch nicht. 500 zusätzliche Wohnungen werden laut Kreis in 2015 gebraucht, 250 sind bereits im Bestand, weitere 250 sollen noch angemietet werden. Vor allem Parchim, Neustadt-Glewe, Ludwigslust und Hagenow sind Schwerpunktregionen mit potenziellen Kapazitäten. 700 Flüchtlinge sind derzeit dezentral untergebracht, meist zwei bis vier Menschen pro Wohnung. Weitere 800 Asylbewerber sollen im laufenden Jahr in den Städten und Gemeinden unterkommen. Mindestens 2000 folgen 2016.

„Wir werden die Lage meistern“, sagt die Pressesprecherin auf Nachfrage. Der Landkreis hat gestern eigens einen Fachbereich Wohnungsverwaltung mit mehreren Mitarbeitern eingerichtet, um sich dem Thema anzunehmen, ständig mit Wohnungsgesellschaften und privaten Vermietern zu verhandeln und sich um „Wohnraum zu bemühen“. Aufgrund der zu „erwartenden anhaltend hohen Zuweisungszahlen“ an den Landkreis sollen zudem die Gemeinschaftsunterkunft in Parchim um 100 Plätze auf 300 erweitert, in Ludwigslust eine neue mit 266 Plätzen vorbereitet werden. Eine gibt es dort bereits mit 263 Plätzen. Weitere potenzielle Standorte für größere Gemeinschaftsunterkünfte prüft die Kreisverwaltung noch.

In Hagenow leben zur Zeit mehr als 100 Flüchtlinge in Wohnungen. Das sind fast 20 Prozent der dezentral Lebenden im Kreis. Und die Stadt hat noch weitere Kapazitäten. „Wir leisten unseren Beitrag“, sagt Michael Hasche, Geschäftsführer der Hagenower Wohnungsbau GmbH (Wobau), ohne genaue Zahlen zu nennen. Und das Unternehmen sei bereit, weitere Wohnungen zur Verfügung zu stellen.

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