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Zeitenwende in Redefin : Landgestüt sucht jetzt Großpächter

vom
Aus der Redaktion des Hagenower Kreisblatt

Teile des Gestütsgeländes sollen 2016 verpachtet werden, um die touristische Vermarktung anzukurbeln / Backhaus will auf Qualität setzen

svz.de von
erstellt am 04.Dez.2015 | 18:48 Uhr

Zeitenwechsel im Landgestüt: Ab sofort sucht das Land für einen Teil des Gestütsgeländes einen Pächter, um die „Perle“ des Landes vor allen touristisch und gastronomisch besser vermarkten zu können. Konkret geht es um das Landstallmeisterhaus, das Café zum Kutschstall, das benachbarte Informationszentrum und bei Bedarf auch noch um den „Pferdestall 3“. Minister und Hausherr Till Backhaus stellte gestern die Pläne unmittelbar vor der Eröffnung des Weihnachtsmarktes auf dem Gestüt vor.

Es gehe ihm um eine dauerhafte Belebung des einzigartigen Gestütsgeländes, um den Aufbau einer hochwertigen Infrastruktur. Gesucht werde ein Pächter mit Phantasie, Ehrgeiz und einem gutem Konzept. Backhaus räumte aber auch ein, dass mit der Verpachtung auch finanzielle Erwartungen verbunden sind. Er gehe bei der Verpachtung von einer Größenordnung in Höhe von etwa 100 000 Euro aus, ohne sich zu sehr festlegen zu wollen. In kommenden Jahr kann das Gestüt nach derzeitiger Beratungslage für den Landeshaushalt mit einem Zuschuss von 1,45 Millionen Euro rechnen, 50 000 Euro weniger als in diesem Jahr. „Wir wollen hier noch mehr Menschen herbringen, wir müssen auch als Staatsbetrieb flexibler sein. Und wir schreiben jetzt und damit rechtzeitig aus, damit der neue Pächter seine Vorstellungen noch mit einbringen kann.“

Denn noch haben die Bauleute auf dem Gestütsgelände das Sagen. Vor allem das Landstallmeisterhaus, das längst hätte fertig sein sollen, ist noch eine große Baustelle und soll im Juli fertig werden. Geplant sind dort neben einer Großküche vor allem großzügige Ferienwohnungen, eine Bibliothek, die Außenstelle des Standesamtes Hagenow-Land, Tagungs- und Seminarräume. Im Gebäude gibt es künftig auch einen Bankettsaal für 100 Personen.

Für den Fall der Fälle könnte der Pächter auch das bereits existierende Gästehaus des Gestütes mit mieten. Das gestern verkündete Vermarktungsprojekt für das Gestüt soll keinen Einfluss auf die eigentliche Arbeit in der Einrichtung haben. Auch die zahlreichen Großveranstaltungen, so z. B. mit den Festspielen oder der Lebensart sollen von dem Projekt unberührt bleiben. Erste Vorgespräche mit Pachtinteressenten soll es nach SVZ-Informationen bereits gegeben haben.

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