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Redefin : Landgestüt geht wieder ehrgeizig in seine Paraden

vom
Aus der Redaktion des Hagenower Kreisblatt

Seit wenigen Tagen läuft das Training für Pferde und Reiter / Bewährtes Konzept aus 2013 wird nicht geändert

von
erstellt am 20.Aug.2014 | 17:30 Uhr

Das Landgestüt in der zweiten Augusthälfte ist schon wieder im Trainingsmodus für die anstehenden Hengstparaden. Unter der Verantwortung des stellvertretenden Gestütsleiters Rolf Günther wird schon intensiv an den einzelnen Schaubildern geprobt. Als Programmchef weiß Günther, dass er wieder eine Mischung aus Bewährtem und Neuem hinbekommen muss. „Es gibt Schaubilder, die vom Publikum erwartet werden. Dazu gehört der Fanfarenzug mit der ganzen Eröffnungszeremonie, die Mehrspann-Quadrille, die Ungarische Post oder die Springquadrille, um nur einige zu nennen. Doch alles muss von Pferd und Reiter jedes Jahr neu einstudiert und ausdauernd geprobt werden, Von allein läuft nichts“, weiß der erfahrene Reiter.

Hans-Georg Kloß, Auszubildender im Gestüt, kann sehr genau berichten, was die Vorbereitung für die am 14. September beginnenden Hengstparaden bedeutet: Vor allem Muskelschmerzen in den Oberschenkeln. Der junge Mann, der aus Oranienburg stammt, wird die wilde Ungarische Post darbieten. Da er das zuvor noch nie gemacht hat, bedeutet das tägliches Üben unter der Anleitung von Michael Schell. Der war mit seinem Schützling gestern schon ganz zufrieden. „Das ist anstrengend, da brennen schnell die Oberschenkel. Und wir brauchen natürlich Pferde, die nahezu parallel nebeneinander laufen können. Diese Pferde haben wir vorher ausgesucht, und ich bin froh, dass es so läuft. Denn ungefährlich ist das Stehen auf zwei nebeneinander laufenden Pferden natürlich nicht.“

Geprobt wird derzeit auch an den vielen anderen Schaubildern des Jahres 2014. So wird es eine Vorführung von Stuten und Fohlen von erfolgreichen Züchtern des Mecklenburger Warmblutes geben. Allein die Teilnahme an den Paraden ist für viele Züchter schon eine Auszeichnung.  Neu in diesem Jahr wird Pferdefußball mit Motorrädern sein. Das Ganze passiert in Zusammenarbeit mit dem MSC Kobra Malchin, Jungs, die sonst Motoball spielen.

Gestütsleiterin Antje Kerber, die sich in den vergangenen Jahren vor allem als Moderatorin der Paraden einen Namen erarbeitet hat, freut sich besonders wieder über die Gastbesuche anderer Gestüte. „Wir bekommen dreimal Besuch und jedes Gestüt wird uns zwei Bilder vorführen. Wir freuen uns sehr, dass für dieses Jahr das nordrhein-westfälische Privatgestüt Gut Flehinghaus, das polnische Staatsgestüt Sieraków und das tschechische Staatsgestüt Kladruby nad Labem ihre Beteiligung zugesagt haben.“

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