zur Navigation springen

Bresegard bei Picher : Land unter in Langen Jammer

vom
Aus der Redaktion des Hagenower Kreisblatt

Krisengespräch in Bresegard: Verwurzelter Schacht führt im Ortsteil immer wieder zu Überschwemmungen

svz.de von
erstellt am 15.Nov.2017 | 05:00 Uhr

Bereits zum zweiten Mal in diesem Jahr sieht Volker Eggert sein Grundstück im Bresegarder Ortsteil Langen Jammer unter Wasser stehen. Wieder muss er eigenhändig pumpen, um größere Schäden zu verhindern – insgesamt 7000 Kubikmeter Wasser sind so in den vergangenen Wochen und Monaten schon zusammen gekommen. „Man bekommt nicht alles weg. Wir pumpen nur so viel, dass es nicht weiter nach Langen Jammer läuft“, erzählt Eggert auf einer Krisensitzung am Montag Abend im Gemeindehaus in Bresegard bei Picher.

„Die Situation ist uns in diesem Jahr entglitten. Ich sehe uns als Gemeinde in der Pflicht, denn der Schaden betrifft uns alle“, sagt Bürgermeisterin Marianne Röckseisen den anwesenden Sachverständigen und  Einwohnern. Zusammen soll über die Ursache des immer wieder steigenden Wassers und mögliche Lösungen gesprochen werden. Der Grund für die Überschwemmungen ist schnell gefunden. Ein Schacht, der für die ordnungsgemäße Entwässerung naheliegender Felder sorgen soll, ist durch Baumwurzeln verstopft. Das habe Thomas Wojak vom Wasser- und Bodenverband Boize-Sude-Schaale bei seinen Untersuchungen im Vorfeld  feststellen können, wie er auf der Versammlung mitteilt.

Problematisch ist jedoch weniger die Frage nach dem Warum? Vielmehr sehen sich die Einwohner des Bresegarder Ortsteils Langen Jammer mit der Frage konfrontiert, wer für die Instandsetzung des Schachtes zuständig ist. „Der Wasser- und Bodenverband bewirtschaftet Gewässer II. Ordnung. Dazu zählt dieser Schacht nicht. Dementsprechend ist der Grundstückseigentümer für die Instandsetzung zuständig“, erklärt Thomas Wojack.  

Das ist in diesem Fall die Agrarproduktion Bresegard-Picher e.G.. In Absprache und mit der Unterstützung des Wasser- und Bodenverbandes willigt der Geschäftsführer der landwirtschaftlichen Vereinigung, Dr. Toralf Bülow, ein, den Schacht  ausfräsen und instandsetzen zu lassen. Dabei sollen auch die Bäume entfernt werden, die aktuell für den Schaden am Schacht gesorgt haben. „Sonst wachsen die Wurzeln bald wieder hinein und wir haben das gleiche Problem“, so Wojak. Zwar müsse noch geklärt werden, ob die Bäume tatsächlich entfernt werden dürfen, doch das scheint nach den Miniatur-Fluten für die Bresegarder ein vergleichsweise geringes Problem zu sein.

 

zur Startseite

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Kommentare

Leserkommentare anzeigen