Quassel : Ländliches in leuchtenden Farben

Nicolay Mausz steht vor einem Bild seines Vaters. Werke wie dieses leuchtend gelbe Rapsfeld bleiben vom Künstler.
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Nicolay Mausz steht vor einem Bild seines Vaters. Werke wie dieses leuchtend gelbe Rapsfeld bleiben vom Künstler.

Künstler Manfred Mausz vom Schloss Quassel verstarb mit 73 Jahren / Werke sollen im Haus bleiben

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02. Juli 2014, 16:06 Uhr

Dass er Mecklenburg-Vorpommern und seine Landschaft mochte, hat der Künstler Manfred Mausz in seinen Kunstwerken immer wieder gezeigt: Vor der Sparkasse in Hagenow stehen zwei Storch-Skulpturen und auf so manchem seiner großformatigen Bilder hat der Maler die typischen Raps- und Wiesenflächen verewigt. Nun ist der Künstler, der seit Jahren im Quasseler Schloss lebte, vor kurzem unerwartet im Alter von 73 Jahren verstorben. „Wir können es immer noch nicht fassen“, sagt sein Sohn Nicolay und seine Mutter Lenelore nickt. Die Tränen stehen den beiden in den Augen.

Die Familie bezog 1998 das Schloss in Quassel, sanierte das Gebäude nach den historischen Vorgaben und richtete dort auch das Atelier sowie die Werkstatt für den Künstler ein. „Wir sind hier her gezogen, weil meine Mutter und ihre Vorfahren aus Neustrelitz, stammen“, sagt Nicolay Mausz. Zuvor lebten er und seine Eltern in Rheinland-Pfalz an der Mosel. Während Nicolay ein Büro für seine Software-Firma in dem großen Gebäude einrichtete, arbeitete sein Vater im Atelier an vielen Werken. Einige seiner großformatigen Bilder sind im neo-impressionistischen Stil gehalten, erinnern an Werke von Claude Monet oder Auguste Renoir und fangen den herrlichen Sommer auf den weitläufigen Wiesen und Feldern in der Griesen Gegend bzw. in Mecklenburg-Vorpommern ein. Skulpturen, die Manfred Mausz auch anfertigte, gibt es nur wenige auf dem Grundstück - zwei Tauben aus Marmor stehen beispielsweise im Arbeitszimmer. Auch die Spitzen für die Türme des Schlosses, die so geannten Kreuzblumen, fertigte Manfred Mausz selber an. „So viele Werke haben wir gar nicht, denn die Bilder und Skulpturen sind ja bei den Kunden“, sagt Lenelore Mausz. Doch das, was noch im Schloss ist, solle auch hier bleiben, fügt sie hinzu. Ob es nochmal eine Ausstellung mit den Werken ihres Mannes geben werde, könne sie jetzt noch nicht sagen. Ihr Sohn halte es aber nicht für ausgeschlossen, diese Idee in zwei bis drei Jahren umzusetzen. Bisher veranstaltete der Lübtheener Heimat- und Kulturverein jährlich auf dem Grundstück von Mausz’ ein Fest, organisierte dafür kleine, aber feine Musikcombos. Das wird es in diesem Jahr nicht geben.

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