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Prislich / Hagenow: Ludwig-Reinhard-Kulturpreis : Kulturpreis geht an Tanzstudio-Chefin

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Großer Bahnhof am Mittwochabend im Saal des Dorfgemeinschaftshauses Prislich: Der Ludwig-Reinhard-Kulturpreis ist mit 2500 Euro dotiert und wurde nun zum zweiten Mal im Landkreis Ludwigslust-Parchim vergeben.

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erstellt am 01.Nov.2013 | 11:01 Uhr

Großer Bahnhof am Mittwochabend im Saal des Dorfgemeinschaftshauses Prislich: Der Ludwig-Reinhard-Kulturpreis ist mit 2500 Euro dotiert und wurde nun zum zweiten Mal im Landkreis Ludwigslust-Parchim vergeben. Mit ihm werden besondere künstlerische und kulturelle Leistungen hervorgehoben. Neun Personen und Institutionen waren nominiert worden. Am Ende entschied sich die neunköpfige Jury für Jana Horn, die seit 20 Jahren das Tanzstudio Hagenow leitet.

Die Lokalmatadoren trugen es mit Fassung und freuten sich mit: Die Theatergruppe „Vier Jahreszeiten“ aus Prislich war ebenfalls für den Ludwig-Reinhard-Kulturpreis nominiert worden, hatte das Ziel aber knapp verfehlt. Die Laienspieler unterhielten das Publikum dennoch mit teils deftigen Sketchen und lösten so Lachsalven aus.

Der Gruppe gehören 22 Mitglieder aus vier Generationen an. Das jüngste Mitglied ist sechs, das älteste 76 Jahre alt. „Wir spielen in der Weihnachtszeit oft Märchen, aber das ist nicht alles. Über das Jahr verteilt sind wir überall im Landkreis und darüber hinaus unterwegs“, beschreibt Theatergruppen-Mitglied Diana Ottoberg die Prislicher Laienspieler. An diesem Abend zeigten sie, wie engagiert Alt und Jung miteinander agieren. Überhaupt spielte die Kultur im Rahmen des Abends eine große Rolle. Klar, dass Mitglieder des Hagenower Tanzstudios fulminante Ausschnitte aus ihrem Können zeigten. Ein ganzer Bus voll von ihnen war in die Gemeinde des Amtes Grabow gekommen. Frenetischer Beifall belohnte die farbenfrohen Darbietungen. Umrahmt wurde die Festveranstaltung musikalisch auch von David Jonitz (Saxophon) und Miriam Jonitz (Gesang), begleitet von ihrem Vater an der Gitarre und begeistertem Applaus des Publikums.

Neben Jana Horn und der Theatergruppe „Vier Jahreszeiten“ waren die Theatergruppe „Pingelhof Späldeel“ aus Domsühl bei Parchim, Helmut Meyer aus Holzkrug, Hans-Joachim Sabban aus Banzkow, Siegfried Hildebrandt aus Siggelkow bei Parchim, das „collegium musicum Parchim“, der Händelchor Parchim e.V. und Knuth Wolfgram aus Ludwigslust vorgeschlagen und nominiert worden. Sie alle erhielten durch Kreistagspräsidentin Gisela Schwarz und den stellvertretenden Landrat Wolfgang Schmülling an diesem Abend ebenfalls Dank und Anerkennung für ihre künstlerische Arbeit.

Der Namensgeber des Kulturpreises, Ludwig Reinhard, hatte sich in der Zeit der Märzrevolution der Jahre 1848/49, als das noch keinesfalls gesellschaftsfähig war, als Pädagoge, Schulreformer und Publizist für demokratische Werte stark gemacht. Reinhard verbrachte einige Lebens- und Arbeitsjahre in der Region des heutigen Landkreises Ludwigslust-Parchim: in der Stadt Ludwigslust, in Jessenitz bei Lübtheen, in Boizenburg und auf Gut Bolz bei Sternberg. Dort verstarb er 1877 und wurde auf dem Friedhof an der Dorfkirche Ruchow beigesetzt.

Der an Ludwig Reinhard erinnernde Kulturpreis wurde1998 durch den Altkreis Ludwigslust initiiert und wird auch weiterhin in dem seit September 2011 bestehenden Landkreis Ludwigslust-Parchim ausgelobt. „Ich finde es großartig, wie viele Menschen bei uns im Landkreis selbst künstlerisch aktiv sind, selbst etwas unternehmen, selbst etwas organisieren“, so Wolfgang Schmülling.

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