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Zurück in die Zukunft II : Kultfilm: Was wurde Wirklichkeit?

vom
Aus der Redaktion des Hagenower Kreisblatt

Was Einheimische durch „Zurück in die Zukunft II“ über ersonnene Science-Fiction und beeindruckende Technik heute denken

svz.de von
erstellt am 20.Okt.2015 | 23:00 Uhr

Einen recht kühnen Blick nach vorn warf 1989 die Hollywood-Komödie „Zurück in die Zukunft II“. 2015 war das Jahr, das sich Marty McFly (Michael J. Fox) sowie sein Freund und Erfinder der Zeitreisemaschine, Doc Brown (Christopher Lloyd), als Reiseziel in ihrem umgebauten Auto, einem DeLorean auswählten. Um ganz genau zu sein, den 21. Oktober, also heute. Rückblickend betrachtet muss man sagen, so sehr Zukunft, wie sich die Filmemacher das Jahr 2015 vor 26 Jahren aussponnen, ist es dann doch (noch) nicht. Oder doch? Wir fragten Menschen aus der Zarrentiner und Wittenburger Region.

„Ich habe den Film vor acht Jahren das erste Mal gesehen und dabei gedacht, dass Zeitreisen tatsächlich irgendwann möglich sein könnten“, verrät Katrin Kroschewski. „Aber wenn es heute möglich wäre, in die Zukunft zu reisen, würde ich es nicht tun. Ich finde, man nimmt sich selbst ein großes Stück Neugierde weg“, gesteht die 31-jährige Studentin aus Zarrentin.

Zeitreisen scheinen zwar auch bis jetzt noch unmöglich zu sein, aber so ganz abwägig waren die faszinierenden Prognosen der Amerikaner gar nicht. Die Wissenschaft hat bis heute schon große Fortschritte erzielt. Wie beispielsweise der Traum vom fliegenden Auto. In dem Streifen diente das Kultauto „DeLorean“ als Zeitmaschine. So hat sich eine slowakische Firma bereits an dieser Herausforderung probiert. Spätestens 2017 wolle das Unternehmen einen fliegenden Pkw auf den Markt bringen, kann man bereits auf der Internetseite „golem.de - IT News für Profis“ lesen.

In der Zukunft wird Marty von einem großen Hai angegriffen, der natürlich erst durch 3D-Effekte lebt. Schon seit 2010 spielten viele Kinos Blockbuster mit dieser beeindruckenden Technik, die heute auch einigen Fernsehgeräten für den heimischen Gebrauch innewohnt.

Ebenso die Idee um das Hoverboard, welches Marty in der Zukunft als eine Art Skateboard ohne Räder benutzt, das über den Boden schwebt. Es ist heute ein kleines Stück weit Realität. Denn die japanische Automobilmarke Lexus stellte im August 2015 einen Prototypen vor. Zwar kann das Board nur auf einer Permanent-Magnetbahn fahren und schwebt kurzzeitig gerade mal vier Zentimeter über dem Boden, aber es hebt ab und hält der Masse eines menschlichen Körpers stand. Jedoch stehe das Hoverboard noch nicht zum Verkauf, schreibt der Hersteller auf seiner Homepage.

„Ich würde es mir sofort kaufen“, meint Katrin Kroschewski schmunzelnd. „Ich fahre in meiner Freizeit sehr viel Skateboard, Longboard und Snowboard“, erzählt die 31-Jährige weiter.

Doch auch Helmut Hensen, Inhaber des Elektro-Geräte-Händler in Ziggelmark weiß noch, wie es war, als der Film damals in die Kinos kam. „Zu der Zeit erschienen viele solcher Science-Fiction-Filme. Und ich dachte, dass wir noch weit von solch einer Technik entfernt seien“, erinnert sich der 50-Jährige. Und verrät: Wenn es fliegende Autos zu kaufen gäbe, würde er sich sicher eines davon kaufen. „Man könnte sehr viel Zeit sparen“,sagt der gelernte Rundfunk- und Fernsehmechaniker.

Doch manchmal gelingt der Blick in das Jahr 2015 überraschend gut. Denn in dem Film hängen überall Flachbildschirme. „Das hat wohl damals keiner geahnt, dass sie aus unserem heutigen Alltag nicht mehr wegzudenken sind. Ebenso Skype-Video-Telefonie oder die Handys.“ Er, Hensen, könne sich eine Welt ohne Technik nicht vorstellen. „Man wünscht sich zwar manchmal einen Tag ohne Handy auszukommen, aber ehrlich gesagt, geht das heutzutage doch gar nicht mehr?“sagt der gebürtige Ziggelmarker. „Allein der Verzicht auf Strom, das Internet oder GPS-Geräte wäre heute nicht mehr denkbar“, so der Experte, dessen Lieblingstechnik auch die Fernseher seien. Spricht’s, und stellt sich grinsend vor eine Flimmerkiste mit einer Bilddiagonale von sage und schreibe über zwei Metern.

Katrin Kroschewskis Lieblingstechnik wäre indes eine Maschine, mit der sie sich binnen Sekunden an andere Orte beamen könnte, wenn es sie schon gäbe. „Ich könnte so meine Schwester viel öfter sehen“, malt sie sich aus.

Falls Sie also heute einen fliegenden DeLorean am Himmel erblicken sollten, bitte nicht erschrecken, es könnten möglicherweise Marty und Doc Brown sein, die wieder mal in die Zukunft düsen.

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