Neuhaus : Künftig Summen statt Saunen

Eine Honigbiene sammelt Nektar.
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Eine Honigbiene sammelt Nektar.

Neuhauser Imkerverein möchte Saunagebäude kaufen. Bereits beschlossener Abriss wird ausgesetzt, bis schlüssiges Konzept vorliegt

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18. August 2016, 12:00 Uhr

„Ohne Frage eine tolle Idee!“ „Das würde ganz prima zum Archezentrum passen!“ Die Mitglieder des Bauausschusses waren unisono begeistert von der Idee des Neuhauser Imkervereins, im Gebäude, in dem die Sauna früher untergebracht war und das seit geraumer Zeit leer steht und eigentlich abgerissen werden soll , eine Art Bildungsstätte für Bienenkunde zu etablieren.

André Stöckmann hatte im Ausschuss vorgetragen, und der Verein hatte einen Antrag auf den Erwerb des Gebäudes gestellt.

„Fast alle Imker sind jetzt in unserem Verein organisiert. Viele Leute kennen uns nicht und auch das wollen wir ändern“, so André Stöckmann. Es ginge aber nicht darum, nur ein Vereinsheim für die Imker zu haben, sondern hauptsächlich darum, an diesem Ort eine Bildungsstätte und eine Informationsstelle für das große Thema Bienen und Imkerei einzurichten. „Wir wollen Aufklärungsarbeit leisten“, so Stöckmann weiter. Denn die Honigbienen würden etwa 50 Prozent aller Bestäubungen vornehmen, aber in den vergangen Jahren schwände die Anzahl der Bienen kontinuierlich. Das habe zahlreiche Ursachen, eines der größten Probleme sei aber der Mangel an Nachwuchsimkern. Dem wolle man entgegenwirken mit Veranstaltungen für Schulklassen, mit Unterstützung und Ausbildung von Jungimkern, mit Aufklärungsarbeit und dem Aufbau einer Bienenzucht.

Es sei daran gedacht, Umbauarbeiten teilweise mit Eigenleistung der Vereinsmitglieder zu leisten. Für die Finanzierung des Projektes sollen Spenden eingeworben werden. Nach dem Vortrag von André Stöckmann folgte von Seiten der Ausschussmitglieder das große „Aber“.

Das sei bisher noch keine fertiges Konzept. Man müsse als Verein wissen, wie viel an Eigenleistung eingebracht werden kann und muss, wie alles finanziert werden soll. Mit ein paar Arbeitsstunden sei es nicht getan, baurechtlich sei das auch eine Umnutzung, die genehmigt werden müsse.

„Es wird zurzeit an einem Konzept für das ganze Ensemble um das Haus des Gastes herum gearbeitet. Das muss dann da hinein passen. Wir können zu disem Zeitpunkt das Gebäude nicht einfach verkaufen, aber wir können den Abrissbeschluss aussetzen, sagen wir bis zum Frühjahr nächsten Jahres“, machte Thorsten Knebusch den Vorschlag, dem dann die anderen Mitglieder des Bauausschusses gerne folgten.

André Stöckmann zeigte sich nach der Sitzung zuversichtlich. „Wir sind ja gerade erst angefangen und werden jetzt weitermachen. Hauptsache der Abriss ist erstmal vom Tisch.“

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