Luckwitz/Woez : Krankheit mit 1000 Gesichtern

Melitta Düde und Frank Friedrichs sind in engem Kontakt, wenn es um MS-Selbsthilfe geht.
Melitta Düde und Frank Friedrichs sind in engem Kontakt, wenn es um MS-Selbsthilfe geht.

Hagenower MS-Selbsthilfegruppe und MS-Stammtisch Wittenburg-Lützow-Gadebusch wollen noch enger zusammenarbeiten

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08. Juni 2015, 19:15 Uhr

„Die Symptome sind von Patient zu Patient ganz unterschiedlich. Multiple Sklerose wird deshalb auch die Krankheit mit den 1000 Gesichtern genannt“, berichtet Melitta Düde, Sprecherin der MS-Selbsthilfegruppe Hagenow im SVZ-Gespräch. Die 53-Jährige lebt seit 1996 mit dieser heimtückischen Erkrankung, musste ihr gesamtes Lebensumfeld auf sie einstellen.

„1994 hatte ich erste Missempfindungen, statt kalt, spürte ich heiß an meinen Händen“, erinnert sich die gebürtige Luckwitzerin, die 1999 schließlich berentet wurde. 1997 habe ihre Diagnose festgestanden. „Am Anfang wird man oft als Simulant abgestempelt oder zum Orthopäden geschickt“, berichtet Melitta Düde weiter, die bis zuletzt als Anlagenfahrerin in einem Wittenburger Gewerbegebiet gearbeitet hatte. Ähnlich ist es auch Frank Friedrichs aus Woez ergangen. Er hatte jedoch mehr Glück, nachdem er immer öfter Schmerzen im rechten Fuß hatte. „Meine Ärztin hat sehr viel schneller und sensibler auf dieses Thema reagiert. Innerhalb von nur drei Monaten stand bei mir die Diagnose fest“, sagt der 46-Jährige, der auch den MS-Stammtisch Wittenburg-Lützow-Gadebusch mitorganisiert. „Das sind fünf bis sieben Leute im Alter zwischen 30 und 50 Jahren aus Nordwestmecklenburg und Westmecklenburg. Und wir sehen uns eher als offener Treff, auch und gerade für Betroffene aus Wittenburg und Umgebung. Es ist eine ganz unverbindliche Runde, die sich jeden letzten Mittwoch im Monat in der Scharfen Kurve in Lützow trifft. Da geht es nicht nur um die Krankheit sondern um soziale Kontakte. Wir können über Gott und die Welt quatschen“, betont Friedrichs, der im selben Atemzug auch die gute Zusammenarbeit zu der Hagenower MS-Selbsthilfegruppe und dem Landesverband Mecklenburg-Vorpommern lobt. „Letzterer ist wie eine große Familie. Hier kümmert sich jeder um jeden. Wir fühlen uns dort sehr gut aufgehoben.“

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