Musik verbindet in Wittenburg : Konzert setzt Zeichen für Toleranz

Bei ausgelassener Stimmung wurde die Alte Markthalle zur Rock’n’Roll-Bühne. Fotos: naho
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Bei ausgelassener Stimmung wurde die Alte Markthalle zur Rock’n’Roll-Bühne.

Rock’n’Roll Cover-Band bringt Wittenburger und Flüchtlinge auf die Tanzfläche in der Alten Markthalle.

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23. November 2015, 08:00 Uhr

Seit 9 Uhr morgens ist Michaela Basner auf den Beinen. Die Halle muss eingeräumt, die Bühne aufgebaut und die Technik zum Laufen gebracht werden, damit am Abend nichts schief geht. Eine Menge Arbeit und Stress liegen hinter der 36-jährigen Wittenburgerin. In den letzten Wochen setzte sie alle möglichen Hebel in Bewegung, damit sie ihr Konzert durchführen kann – das Solidaritätskonzert „Musik macht Freu(N)de“, das am Freitagabend in der Alten Markthalle in Wittenburg stattfand.

Es war ein Abend für Menschen aus nah und fern – für Wittenburger und Flüchtlinge. „Ich wollte die Menschen zusammenbringen“, erzählt Organisatorin Michaela Basner. „Und wie geht es besser, als mit Musik.“ Kurzerhand organisierte die 36-jährige den Auftritt der Hamburger Band „STEW“, holte sich die Genehmigungen aus der Stadt und beschaffte sich Partner, die ihr halfen, das Konzert auf die Beine zu stellen. „Ich bin die letzten zwölf Wochen wohl allen ziemlich auf die Nerven gegangen“, resümiert die junge Frau. Aber der Stress war es wert. „Das Konzert soll in erster Linie ein Zeichen setzen für Offenheit und Toleranz. Wittenburg bleibt bunt und weltoffen.“

Die Idee für die Veranstaltung entstand bei Michaela Basner durch ihre ehrenamtliche Tätigkeit in der Kleiderkammer. „Hier habe ich die Flüchtlinge kennengelernt und gesehen, wie lieb sich alle für sie einsetzten. Da habe ich gedacht, da muss man was machen“, erzählt die Mutter von vier Kindern.

Mit dem Konzert soll Danke gesagt werden. Gemeinsam wolle man einen tollen Abend mit den Flüchtlingen verbringen. „Wittenburger reden nicht nur über Solidarität, wir leben das hier in unserer Stadt“, betont auch Bürgermeisterin Dr. Margret Seemann in der Begrüßungsrede. Dass es so sei, zeigen viele Bürger ehrenamtlich in ihrer Freizeit. „Sie geben den Menschen, die zu uns gekommen sind, eine menschenwürdige Unterkunft, sie geben ihnen Hilfe und Unterstützung im Alltag, sie spenden Kleidung und Dinge, die im alltäglichen Leben benötigt werden und sie organisieren dieses Solidaritätskonzert“, fügt die Bürgermeisterin hinzu.

Ein großer Dank ging auch an die Rock’n’Roll Cover-Band „STEW“, die auf Einladung von Michaela Basner honorarfrei in Wittenburg spielte. „Michaela hat uns gefragt, ob wir hier für die Flüchtlinge spielen wollen und wir haben sofort Ja gesagt“, erzählt Sänger Leo. „Wir hatten bisher wenig internationales Publikum, aber unsere Musik verbindet Alt und Jung und wir dachten, es passt auch hier super“, fügt André, der am Piano spielt, hinzu.

Alles rund um die aktuelle Flüchtlingsdebatte lesen Sie in unserem Dossier.

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