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Kaufhalle wechselt in früheren Netto Laden : Konsum stellt sich im Kietz neu auf

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Das Gerücht gibt es schon länger, gestern bestätigten die beiden Konsum-Vorstände im SVZ-Gespräch, dass die Tage der alten Konsum-Kaufhalle im Stadtteil Kietz unwiderruflich gezählt sind.

svz.de von
erstellt am 22.Aug.2013 | 11:36 Uhr

Hagenow | Das Gerücht gibt es schon länger, gestern bestätigten die beiden Konsum-Vorstände im SVZ-Gespräch, dass die Tage der alten Konsum-Kaufhalle im Stadtteil Kietz unwiderruflich gezählt sind. Stattdessen wird der Konsum in den früheren Netto-Markt gehen und dort eine modernisierte Filiale zusammen mit dem schon existierenden Getränkemarkt betreiben. Alle Beschäftigten behalten nicht nur ihren Job. Im Gegenteil, für die neue Filiale werden sogar drei neue Stellen geschaffen. Der Markt am Kießender Ring ist größer, moderner und für die Genossenschaft trotz der Pacht die finanziell deutlich bessere Lösung, wie Ralf Bade (Vorstandsvorsitzender) Jan-Michael Kappe (Vorstandsmitglied) gestern im Gespräch mit unserer Zeitung betonten.

Die alte Kaufhalle nahe der Hamburger Straße ist nicht alt, sie ist dringend sanierungsbedürftig. Der Zustand, gerade mit Blick auf einen Lebensmittelmarkt ist so schlimm, dass eigentlich ein Neubau die bessere Lösung wäre. "Da wären wir aber sicher im siebenstelligen Bereich gelandet und das rechnet sich schlicht nicht", so Vorstand Kappe. Der Besitzer des ehemaligen Netto-Marktes kam da mit seinem sehr guten Angebot gerade recht. Da es aber noch einen Mitbewerber, einen Discounter (der noch nicht in Hagenow vertreten ist) gab, musste schnell entschieden werden. Nun modernisieren und sanieren Konsum und Besitzer gemeinsam den Supermarkt, damit Mitte Oktober eröffnet werden kann. Zuvor hatte der Konsum Fachleute vom Partner Edeka angefordert, um die Marktlage zu sondieren. Ergebnis: Der neue Standort ist sinnvoller, auch im Sinne eines erweiterten Angebots. Dennoch gibt es im Kietz gerade bei den Älteren erheblich Unruhe, da sie sich nun umstellen müssen. "Wir nehmen die Bedenken sehr ernst und einige werden sicher weitere Wege haben. Aber der Abstand zwischen beiden Märkten beträgt zu Fuß 350 Meter mit dem Auto sind es 500 Meter. Wir halten das für vertretbar", so Vorstand Ralf Bade.

Was kaum einer wusste, in der bisherigen Konstellation gehört die Konsum-Kaufhalle zu den Verlustbringern in der Genossenschaft und das schon seit mindestens fünf Jahren. Auch aus diesem Grund musste gehandelt werden.

Veränderungen deuten sich auch an anderer Stelle an. So soll die Stadt den alten Verwaltungsstandort an der Wittenburger Straße gekauft haben.

Bedrohliche Zeichen gibt es für den kleinsten Konsum-Laden in Dodow. Weil die angestrebte Lösung für einen neuen Laden mit Fruchtquell auf sich warten lässt, denkt der Konsum über eine Schließung der Mini-Filiale mit den zwei Beschäftigen nach. Erste Gespräche dazu hat es bereits gegeben.

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