Hagenow Land : Kommt nun die Fusionswelle?

Toddin, Pritzier und Setzin bringen Zusammenlegung weiter voran.
Toddin, Pritzier und Setzin bringen Zusammenlegung weiter voran.

Toddin, Pritzier und Setzin bringen Zusammenlegung weiter voran – auch andere Gemeinden in Hagenow Land denken darüber nach

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21. März 2018, 20:30 Uhr

Bei der Landratswahl am 27. Mai könnte die Wahlbeteiligung in den Gemeinden Toddin, Pritzier und Setzin deutlich über dem Durchschnitt liegen. Denn an diesem Tag können die Einwohner dort neben dem neuen Verwaltungschef des Landkreises auch den künftigen Namen für ihre mögliche Fusions-Gemeinde wählen. „Die Bürgermeister sind aufgefordert, Vorschläge einzureichen, über die die Bürger dann bei der Landratswahl abstimmen können“, erzählt Toddins Bürgermeisterin Ute Möbius im SVZ-Gespräch. Auch wenn zu diesem Zeitpunkt noch nicht feststeht, ob die Fusionsverhandlungen erfolgreich sein werden. Darüber würden die jeweiligen Gemeindevertreter erst kurz vor der politischen Sommerpause abstimmen. Bis dahin gibt es für die Bürgermeister noch eine Menge zu erledigen. „Bei der letzten Verhandlungsrunde Mitte März gab es eine rege Diskussion um den nötigen Gebietsänderungsvertrag“, so Alfred Matzmohr, Leitender Verwaltungsbeamter des Amtes Hagenow Land. „Stand jetzt werden sich die drei alten Gemeinden zu einer ganz neuen zusammenschließen. Das heißt, keine Gemeinde nimmt die anderen beiden in ihr Gebiet auf.“ Daneben seien sich die Verhandlungsteams einig, dass es nach einem Zusammenschluss je einen Ortsvorsteher in Toddin, Setzin und Pritzier geben soll.

Als Termin für die mögliche Fusion ist weiterhin die Kommunalwahl 2019 anvisiert. „Die Entscheidung, ob ich mich dann auch wieder zur Wahl stelle, steht aber noch aus“, meint Ute Möbius. „Ich schwanke noch, muss aber dazu sagen, ich bin gerne Bürgermeisterin von Toddin.“ Auch wenn es manchmal Gegenwind gibt, so wie bei der vergangenen Gemeindevertretersitzung. Bei dieser seien einige der Meinung gewesen, es würde überraschend und sozusagen hinter verschlossenen Türen über eine Fusion verhandelt. „Dabei haben wir im vergangenen Jahr offiziell beschlossen in die Gespräche zu gehen“, so Möbius. Und bevor es eine Entscheidung gebe, seien ohnehin Einwohnerversammlungen geplant. In Toddin wird diese am 3. Mai stattfinden. „Außerdem hat jede Gemeinde mehrere Vertreter, die miteinander verhandeln, also nicht nur die Bürgermeister.“

Auch Alfred Matzmohr hat schon mehrfach an den Gesprächen teilgenommen. Er sieht bei einer Fusion Vorteile für die Gemeinden, sowie das Amt. „Wesentliche Verbesserungen hätten wir aber erst, wenn noch mehr Gemeinden den Mut hätten, über Fusionen zu verhandeln.“ So wie es jetzt auch Belsch und Redefin vorhaben. Sie wollen sich im April zu einem ersten Gespräch treffen.

Das Amt Hagenow Land hat ohnehin zu viele Gemeinden. Laut Kommunalverfassung sollten es nicht mehr als zehn sein, tatsächlich sind es 20. Das jedoch nicht alle bereit für Zusammenlegungen sind, zeigt der Fall Hülseburg. Die kleine Gemeinde mit knapp 170 Einwohnern sucht nach Fusionspartnern unter ihren Nachbarn. Aber weder Gammelin noch Bobzin stehen bisher dafür bereit.

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