Nahverkehr in Boizenburg : Kommt der Verbund oder nicht?

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HVV-Anschluss beschäftigt Boizenburger weiterhin.

svz.de von
08. März 2018, 20:45 Uhr

Diese Meldung ließ die Pendler in und um Boizenburg aufhorchen. Mitte Februar verkündete der Verein Haus und Grund in den sozialen Medien: „Der HVV kommt“. Dargestellt wird, dass sich der Vereinsvorstand mit dem Minister für Landwirtschaft, Umwelt und Verbraucherschutz, Till Backhaus, in seinem Boizenburger Abgeordentenbüro getroffen hat. Im Zuge dieser Zusammenkunft waren sich Vorstand und Minister schnell einig, „dass endlich der Anschluss der Region an den Hamburger Verkehrsverbund (HVV) kommen muss“, wie es weiter heißt.

Im weiteren Gespräch habe Minister Backhaus berichtet, dass er in Kürze die Erhebung zu den Kosten des HVV-Anschlusses durch das Energie- und Verkehrsministeriums erwarte. In Anbetracht dessen hob er gegenüber den Vertretern von Haus und Grund allerdings bereits hervor, dass mit Blick auf derzeitige Umschichtungen, auf Bundesebene Mittel für Infrastruktur und Verkehr frei würden, so dass der Anschluss an den Verkehrsverbund zumindest nicht an der Finanzierung scheitern sollte, wie es aus dem Vereinsschreiben weiter hervorgeht.

All diese positiven Aspekte haben die Vereinsmitglieder, die die Sorgen der Pendler kennen, dann zu der anfangs erwähnten Überschrift veranlasst.

„Ich bin sehr erfreut darüber, dass Herr Backhaus das Ergebnis der Prüfung schon vorab veröffentlicht hat. Für Berufspendler, Studenten und Gewerbetreibende hier vor Ort ist der HVV-Anschluss ein Jackpot“, so reagierte der Gemeindeverbandsvorsitzende der CDU Boizenburg Stadt und Land, Patrick Sevecke, auf die Meldung des Vereins in den sozialen Medien. Schließlich handele es sich beim HVV-Anschluss um eine Herzensangelegenheit der CDU vor Ort. War es doch die Fraktion, die das Thema zuerst auf die Agenda brachte.

Sevecke weißt jedoch auch daraufhin, dass es sich bei dem Antrag zum HVV, den CDU und SPD gemeinsam in den Landtag gebracht haben, ausschließlich um eine Prüfung handelt, die sich damit auseinandersetzt ob ein Pilotprojekt zur Ausdehnung des Tarifs des HVV in Form eines Übergangstarifs für Inhaber von Zeitfahrkarten der Bahn eingerichtet und gefördert werden kann.

Konkret handelt es sich dabei um die Verbindung der RE1 bis Schwerin Süd und die Regionalbahn 14. Dies sei jedoch der erste Schritt in die richtige Richtung, ist sich Sevecke sicher. Zudem sind sich alle Parteien einig, dass ein Anschluss auch positiv für die gesamte Region ist.

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