Kogel/Zarrentin : Kogel sucht neues Dorfoberhaupt

Für die stellvertretende Wahlleiterin Heike Lippardt stellt die Neuwahl eines Bürgermeisters, so wie demnächst in Kogel, auch ein Novum dar.
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Für die stellvertretende Wahlleiterin Heike Lippardt stellt die Neuwahl eines Bürgermeisters, so wie demnächst in Kogel, auch ein Novum dar. Fotos: Thorsten Meier

Für Heike Lippardt, seit 20 Jahren für Wahlen zuständig, ist dieser Vorgang ein bisheriges Novum/Gang an die Urne am 15. November

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07. August 2015, 08:00 Uhr

„Ich habe in meiner bisherigen Laufbahn so etwas auch noch nicht erlebt. Für mich ist das auch ein Novum“, gesteht Heike Lippardt. Und meint damit die notwendig gewordene Neuwahl des ehrenamtlichen Dorfoberhauptes in Kogel. Nach vielen Querelen in der Gemeinde (SVZ berichtete mehrfach) hatte die bisherige Bürgermeisterin, Beate Hoffmann, ihr Amt zum 30. Juni niedergelegt. Offensichtlich gab es keine gemeinsame Basis mehr für eine Zusammenarbeit der Gemeinde mit ihrem Oberhaupt. „Mit Wirkung vom 1. Juli 2015 bin ich nicht mehr Bürgermeisterin und auch nicht mehr Schulverbandsvorsteherin. Mit meiner Entlassung aus dem Ehrenbeamtenverhältnis am 14. Juli steht die Wahl des neuen Bürgermeisters an. Bis zur Neuwahl übt der 1. stellvertretende Bürgermeister, André Brosch, die Amtsgeschäfte aus. Herr Brosch kann nicht einfach nachrücken, da er genau wie ich als Einzelkandidat kandidiert hat. Damit muss es eine Neuwahl des Bürgermeisters geben. Ich begründe meinen Rücktritt nicht, da bereits alles gesagt wurde.“

Diese Worte sandte uns Beate Hoffmann, die wir in ihrer Amtszeit als engagiert wie auch fachlich versiert erlebt hatten, in die Lokalredaktion.

„Eine Neuwahl muss spätestens fünf Monate nach Feststellung der Notwendigkeit dieser Wahl stattfinden. Als Wahltermin wurde von der Gemeindevertretung per Beschluss vom 28. Juli dieses Jahres der 15. November bestimmt. Dann haben die Kogler im örtlichen Gemeindehaus von 8 bis 18 Uhr die Möglichkeit, ihre Stimme abzugeben. Bis zum 1. September, 18 Uhr, können jetzt die Wahlvorschläge beim Amt Zarrentin schriftlich eingereicht werden“, erklärt Heike Lippardt das kommende Procedere. Sollte gegebenenfalls eine Stichwahl notwendig werden, würde diese am 29. November durchgeführt, so die stellvertretende Wahlleiterin weiter. Wahlleiterin sei Jutta Piontek. Lippardt: „Wenn keine Wahlvorschläge kommen, wird aus der Gemeindevertretung heraus der Bürgermeister bestimmt. Eine kopflose Führung gibt es nicht, es muss schon jemand den Vorsitz haben.“

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