Hagenow : „Kleingarten bleibt ein Erfolgsmodell“

Im Kleingarten ist derzeit keine große Bewegung. Allerdings lassen sich die Vögel das Futterangebot schmecken.
Im Kleingarten ist derzeit keine große Bewegung. Allerdings lassen sich die Vögel das Futterangebot schmecken.

Herbert Werner, Vorsitzender des Regionalverbandes Südwest Mecklenburg, blickt auf das Jahr 2016

von
30. Dezember 2016, 05:00 Uhr

Die Gartenarbeit ruht. Spaten, Harke und Co. stehen im Schuppen. Die Kleingärtner warten auf das Frühjahr. Zwischen den Jahren sprach SVZ mit dem Vorsitzenden des Regionalverbandes Südwest-Mecklenburg e.V., Herbert Werner über das Jahr 2016, das für die Gartenfreunde doch einige Herausforderungen bereit hielt. Viele Probleme mussten bewältigt werden, einige Fragen sind auch noch ungelöst.

„Für uns, dem Regionalverband der Gartenfreunde Südwest-Mecklenburg, geht ein interessanten Gartenjahr zu Ende. Besondere Höhepunkte und Ereignisse waren die Delegiertenversammlung des Verbandes am 2. April in Redefin mit der Wahl des Vorstandes und mit einem Rückblick auf 25 Jahre Kleingartenwesen in unserem Verband“, macht der Vorsitzende, Herbert Werner, auf einen Höhepunkt im zu Ende gehenden Jahr aufmerksam.

Die ehrenamtliche Arbeit der Vorstände in den jeweiligen Vereinen sei nicht einfacher geworden.

Mehr Kündigungen als Neuaufnahmen

„Das drückt sich beispielsweise bei solchen Aktionen aus, wie der Abwasserbeseitigungspflicht in den Kleingartenanlagen oder im Rückgang an den jährlich verpachteten Gartenparzellen als Grundlage der kleingärtnerischen Arbeit und Existenz“, ist weiter von Herbert Werner zu erfahren.

Ein Problem bleibt der altersbedingte Rückgang von Mitgliedern, der in vielen Sparten oft zu einem Gartenleerstand führt, der nur zum Teil oder gar nicht kompensiert werden kann. „Zum Beispiel standen in diesem Jahr in der Kleingartenanlage Hagenow Land zwölf Kündigungen an. Dem gegenüber gab es nur vier Neuaufnahmen“, so Werner zu diesem Problemkreis.

Während der jährlichen Gartenbegehungen in den Monaten Juni und Juli erlebten die Fachberater nach seinen Worten besonders wertvolle Momente. „Fachgespräche, Erfahrungen und optische Eindrücke wurden durch die Arbeitsgruppen aufgenommen und weiter vermittelt. Hier wünsche ich mir, dass die Zeitpläne der Arbeitsgruppen überarbeitet werden und den persönlichen Gesprächen über dem Gartenzaun etwas mehr Zeit gewidmet wird“, macht der Vorsitzende weiter deutlich.

Ende Oktober wurde der Wettbewerbszyklus von drei Jahren abgeschlossen und auf einer erweiterten Vorstandssitzung ausgewertet. „Diese Form der Wettbewerbsführung wollen wir auch in den nächsten drei Jahren mit dem Ziel weiterführen, einen  Teilnehmer für den Landeswettbewerb 2017 und einen Teilnehmer für den Bundeswettbewerb für 2018 empfehlen zu können“, erläutert   er weiter. 

Im zu Ende gehenden Jahr wurde der Vorstand mit Schlagzeilen überrascht, so u.a. mit der Nachricht, dass die Kleingartenanlage „Zur Eiche“ e.V. Ludwigslust zum  Wohnungsbaustandort für den Eigenheimbau vorgesehen ist.

Kleingartenbeirat in Ludwigslust gegründet

„Weder der Verein, noch seine Mitglieder hatten  davon Kenntnis.  Es beunruhigt uns als Verband, wenn Stadtverwaltungen im Rahmen ihrer  städtischen Entwicklungskonzeption  den Flächennutzungsplan und bestehende Pachtverträge außer Acht lassen, das Bundeskleingartengesetz und verbriefte 30-jährige Bestandssicherheiten missachten, um günstige Standortbedingungen zu schaffen.“

 Gespräche im März und im November in der Stadtverwaltung Ludwigslust führten zur Entspannung der Situation im Verein  und in der Verwaltung. „Als Resultat kam heraus: Man spricht wieder miteinander, ein Kleingartenbeirat wurde gegründet und man wird gemeinschaftlich über die Entwicklung der Kleingartenanlagen in der Stadt beraten“, sagt Herbert Werner, der seinen Vorstandskollegen in den Vereinen und allen Gartenfreunden einen guten Jahreswechsel und ein erfolgreiches Jahr 2017 wünscht. 

Sein Fazit am Ende des Jahres 2016: „Der Kleingarten bleibt auf jeden Fall ein Erfolgsmodell. Es wird Veränderungen geben, man muss sich mit der Situation befassen und versuchen, entsprechend den Gegebenheiten Veränderungen zu akzeptieren und in neue Wege zu leiten. 

zur Startseite

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Diskutieren Sie mit.

Leserkommentare anzeigen