Hagenow : Kleingärtnern in unruhigen Zeiten

Nicht verpachtete und ungenutzte Gärten in den Sparten sind ein zunehmendes Problem.  Fotos: Hirschmann/privat
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Nicht verpachtete und ungenutzte Gärten in den Sparten sind ein zunehmendes Problem. Fotos: Hirschmann/privat

Interview mit Herbert Werner, dem Vorsitzenden des Regionalverbandes der Gartenfreunde Südwest-Mecklenburg

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09. März 2016, 21:00 Uhr

Das Kleingartenwesen befindet sich im Wandel. In jedem Jahr gibt es neue Herausforderungen für die Vorstände der Sparten. Wie zukunftsfähig sind die Kleingartenvereine im Regionalverband der Gartenfreunde Südwest-Mecklenburg e.V.? Dieter Hirschmann von der SVZ sprach vor der Delegiertenversammlung des Verbandes mit dem Vorsitzenden Herbert Werner.

SVZ: Wann findet die Delegiertenversammlung statt?

Herbert Werner: Wir gehen davon aus, dass wir am 2. April im Landgasthof Schwedt in Redefin die Delegierten aus 49 Vereinen begrüßen können. Das wären 70 Delegierte, die allesamt schon eingeladen sind.

Wieviel Parzellen werden insgesamt im Regionalverband bewirtschaftet?

In den 49 Kleingartenvereinen werden 2232 Parzellen bewirtschaftet. Menschen der unterschiedlichsten Schichten schaffen sich in ihrem Kleingarten ein Umfeld nach eigenen Ideen und Werten. Das soll auch in Zukunft so bleiben, und das möchten wir auf der Delegiertenversammlung bekräftigen.

Wie sieht es mit dem Leerstand in den Anlagen aus?

Nach der Wende sind viele Menschen ihrer Arbeit nachgezogen. Dadurch hat sich ein erheblicher Leerstand in den Kleingärten ergeben. Wenn ich zum Beispiel nur den Bereich Hagenow Land nennen darf. Dort sind ganze Betriebe, die vor allen Dingen mit der Bahn zu tun hatten, verschwunden. Das schlug sich natürlich auf das Kleingartenwesen sehr nieder. Der Leerstand begleitet viele Vereine bis heute und stellt für sie eine besondere Härte dar. Im Regionalverband haben wir mehr als 300 leerstehende Gärten, das sind fast elf Prozent. Manche Vereine haben zehn leere Gärten, andere 30.

Was heißt das für die jeweiligen Vorstände?

Der Leerstand muss mitfinanziert, werterhalten und bewirtschaftet werden. Und dann fehlt natürlich die Pacht. Es kommt immer auf die Situation im Wohngebiet und auf die Lage der Gartenanlage an. Erfahrungsgemäß herrscht in den Sparten ein relativ geringer Leerstand, die sich in der Nähe von Wohngebieten befinden.

Das ganze Interview lesen Sie in unserer Printausgabe am Donnerstag.

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