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Hagenower Kreisblatt

24. November 2017 | 17:55 Uhr

Stiepelse : Kleines Café so groß wie die Welt

vom
Aus der Redaktion des Hagenower Kreisblatt

Regina Byell eröffnet am 1. Mai um 14 Uhr in Stiepelse ihr Bistro „Plan-B“/ Lebensgefährte Peter Hoenow lockt Kunden mit Antikem

von
erstellt am 27.Apr.2016 | 21:00 Uhr

Dass hinter einem krummen Lebenslauf oft mehr Mut, Erfahrung und Weitsicht stecken, als bei den geradlinigen Wegen, davon kann Regina Byell wahrlich ein Lied singen. Die 50-Jährige hat in ihrem bisherigen Dasein nichts geschenkt bekommen. Nun hofft die gelernte Schaufensterdekorateurin auf die Erfüllung ihres Traumes. Dazu hat sich die gebürtige Neuhauserin das Strandhaus auserkoren. Hier will sie, die in den letzten Jahren unter anderem als Fährfrau in Bleckede, bis zur Geburt des Sohnes als Selbstständige in Boizenburg, als Angestellte in der Schäferei Preten nebst Gaststätte zum „Schwarzen Schaf“ oder als Servierkraft auf dem Fahrgastschiff „Bleckeder Löwe“, im Strandhaus Stiepelse sowie als Mitarbeiterin beim Wasserbeschaffungsverband Sude-Schaale Wittenburg tätig war, nun erneut durchstarten. Die Einladungen seien verschickt. Plakate lägen aus, dass sie ihr Café „Plan-B“ am kommenden Sonntag, dem 1. Mai, ab 14 Uhr, in Stiepelse, nahe der Kirche, neu eröffne. Ein Fahrrad am Eingang weise den Weg.

„B wie Byell, B wie Bistro, B wie Biergarten und B wie Blechkuchen“, erklärt Regina Byell lachend. Und betont im SVZ-Gespräch, dass es besonders die hiesigen Produkte und Speisen seien, denen sie sich verschrieben habe. Wie auch der Vernetzung von Lieferanten aus der Gegend. „Das Forstamt Schildfeld liefert beispielsweise Bock- und Bratwurst. Von Peter Guhl und seinem Hof Weitenfeld in Vorderhagen kommt die Milch und die Büdnerei in Groß Timkenberg versorgt uns mit leckerem Bioobst und Säften. Das Regionale ist mir sehr wichtig, ebenso die Qualität. Mein Motto: Klein, aber fein.“

Und: Bei den ganzen „B’s“ darf einer natürlich nicht fehlen: Pierre Bosolum. Er bereichert die Eröffnungsveranstaltung des Cafés ab 15 Uhr mit seiner unvergleichbaren Musik am Klavier, Klängen, erzeugt durch Gemüse, sowie Gesang und Loopmaschine. Dass es in dem 80-Seelenort Stiepelse noch bis vor zwei Jahren vier gastronomische Einrichtungen gegeben habe, die mittlerweile bis auf zwei geschrumpft seien, berichtet die engagierte Wirtin weiter, die im übrigen einen großen Bewirtungsbedarf für den Ort und seine Touristen sehe. „Die Nachfrage, besonders an den Wochenenden, ist groß. Mitunter kann man sich des Eindrucks nicht erwehren, man lebe in einem Kurort, gleich hinterm Deich“, schmunzelt Regina Byell und streichelt den Arm ihres Lebensgefährten Peter Hoenow. Der 56-Jährige hat fast 20 Jahre in Schottland gelebt und gearbeitet. Und bringt weltmännisches Flair in die kleine Oase. „Ich habe bisher mein ganzes Leben lang mit antiken Dingen zu tun gehabt. Während meines Zivildienstes hat mein damaliger Chef alte Möbel abgebeizt. Da wurde ich als 18-Jähriger regelrecht angefixt“, gesteht der gebürtige Hamburger augenzwinkernd. Seinen Antikhandel, der an das Café grenzt, es mit seinen Angeboten an gelebtem Dasein gekonnt belebt und schmückt, nennt er einfach nur „wandelbar“. Weil alles im Leben von Veränderungen durchdrungen sei und er sich beim Namen nicht habe festlegen wollen.

Den kompletten Beitrag finden Sie im e-Paper Programm unserer Zeitung und natürlich in der Printausgabe am Donnerstag.


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