Lübtheen : Kleiderkammer an neuem Ort

Petra Marten, Melanie Trostmann und Gundula Kahl werden die neue Kleiderkammer künftig betreuen.  Fotos: Thorsten Meier
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Petra Marten, Melanie Trostmann und Gundula Kahl werden die neue Kleiderkammer künftig betreuen. Fotos: Thorsten Meier

Arbeitslosenzentrum bezog in Lübtheen Räumlichkeiten in der Breitscheidstraße 1 / Offizielle Eröffnung am 2. November

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01. November 2015, 10:00 Uhr

„Wir haben schon immer einen regen Zulauf gehabt“, sagt Waltraud Krüger, Seit Februar dieses Jahres Leiterin des Arbeitslosenzentrums Hagenow und somit auch mit zuständig für die Außenstelle Kleiderkammer in Lübtheen. Die hat seit kurzem ein neues Domizil in der Breitscheidstraße 1 bezogen. Dort, wo sich früher der Haushaltsladen Blohm befunden hat.

„Vorher waren wir am Kirchenplatz 16. Die Räume waren letztlich zu groß für uns“, erklärt die 53-Jährige den Umzug, der dieser Tage abgeschlossen worden sei. „Ab kommenden Montag, den 2. November, werden wir die Kleiderkammer offiziell eröffnen. Montags bis donnerstags ist von 8 bis 15 Uhr und freitags von 8 bis 12 Uhr offen. Telefonisch erreichbar sind wir unter der Rufnummer 038855-77543.“

Insgesamt unterhält das Arbeitslosenzentrum drei Kleiderkammern, nämlich in Lübtheen, Wittenburg und Hagenow. Sie alle seien mit Waschmaschinen ausgestattet, um bei Bedarf auch die gespendeten Sachen reinigen zu können. „Wir haben in Lübtheen und Umgebung 17 Kleidercontainer stehen, die einmal jede Woche geleert werden. Die Hälfte der Spenden wird recycelt, die andere Hälfte teilweise gereinigt und für die Ausgabe in den Kleiderkammern vorbereitet. Eine Bedürftigkeit muss bei uns niemand nachweisen“, berichtet Waltraud Krüger im SVZ-Gespräch. Und informiert auch darüber, dass der einstige Kleidercontainer vom Kirchenplatz nun auf dem Hinterhof des Ollen Amtsgerichtes, also des Bürgerhauses, stünde. „Schuhe sollten immer paarweise zusammengebunden dort eingeworfen werden. Auch Kleidung bitte in Tüten verstauen und nicht lose abgeben“, bittet die Fachfrau. Man sei auch weiterhin auf Spenden angewiesen, macht sie außerdem deutlich. Auch wenn im Moment kein Mangel an Wintersachen herrsche. „Aber wir tauschen die Kleidung je nach Bedarf untereinander in unseren Kleiderkammern.“

In Hagenow kämen auch viele Flüchtlinge, um in der Kleiderkammer in der Möllner Straße 30 im Haus der sozialen Dienste einzukaufen, erklärt Waltraud Krüger weiter. Die Bedürftigkeit sei bei der Kundschaft jeden Alters groß und die Preise immer moderat. „Wir nehmen im Durchschnitt 25 Cent bis einen Euro für Kindersachen. Erwachsene zahlen bei uns 1,50 Euro.“

Abschließend betont Waltraud Krüger, dass auch die Stadt Lübtheen seit kurzem eine Kleiderkammer für Flüchtlinge am ehemaligen Truppenübungsplatz eingerichtet habe. In der örtlichen Salzstraße, also dort, wo die Verwaltung sitze, könnten deshalb immer dienstags und donnerstags Kleiderspenden abgegeben werden.

„Es gibt also in Lübtheen zur Zeit zwei Kleiderkammern.“

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