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Klassik an der Elbe : Klavierbauer suchen besten Pianisten

vom
Aus der Redaktion des Hagenower Kreisblatt

Gewinner erhält eine Siegprämie in Höhe von 5000 Euro

Zwei Klavierbauer planen an der Elbe eine wohlklingende Premiere: Mingtong Zheng und Detlef Krolikowski suchen den besten Pianisten. Den wollen sie bei einem klassischen Musikwettbewerb finden. Das ist der Boizenburg-Mendelssohn-International-Cup (BMIC ), der mindestens alle zwei Jahre in der Elbestadt über die Bühne gehen soll. Der finale Auftakt erfolgt im November 2014. Der Sieger darf sich am Ende über ein Preisgeld in Höhe von 5000 Euro freuen. 2000 gibt es für den Zweitplatzierten, 1000 erhält der Dritte. Noch einmal 500 Euro winken als Sonderpreis für den jüngsten Teilnehmer oder auch Teilnehmerin. Dokumente und Medaillen gibt es für jeden zusätzlich zur Erinnerung. Ab sofort können sich Interessenten bewerben.

Sie spielen auf einem Flügel zwei bis maximal zehn Minuten ein Stück von einem klassischen Komponisten und halten das auf einem Video oder einer DVD fest. Die Bewerbungen nimmt Mingtong Zheng als e-Mail unter bmic@mpiano.com, gern auch auf dem Postweg entgegen. Die Anschrift lautet: Mendelssohn Piano GmbH, Am Gammgraben 4, 19258 Boizenburg, Germany. Die Bewerbung ist zugleich die mögliche Qualifikation für das Finale im November. Mingtong Zheng und Detlef Krolikowski haben sich für einen Auftakt ohne einen Vorausscheid auf der Bühne entschieden. Beide freuen sich bereits auf die Einsendungen aus dem In- und Ausland sowie auf ihre spätere Aufgabe, die Finalisten auszuwählen. Die müssen übrigens bei ihrem Auftritt zwei Stücke spielen. Der Name des Wettbewerbs deutet bereits darauf hin, dass die Juroren etwas von dem deutschen Komponisten, Pianisten und Organisten Jakob Ludwig Felix Mendelssohn Bartholdy hören wollen,vielleicht aus dem Album „Lieder ohne Worte“, oder zum Beispiel ein größeres Werk für Klavier. Mendelssohn (Geboren: 3. Februar 1809, Hamburg, gestorben: 4. November 1847, Leipzig) hinterließ hier eine gewaltige und wunderbare Fundgrube zugleich, meinten die Initiatoren vom BMIC. Für den zweiten Wettbewerbsbeitrag gibt es eine einzige Bedingung. Das Stück selber ist egal, muss aber aus der Feder eines berühmten Komponisten klassischer Musik stammen.

Die Klavierbauer fiebern nicht allein der wohlklingenden Premiere an der Elbe erwartungsfroh entgegen. Als sie Bürgermeister Harald Jäschke davon erzählten, war dieser sofort begeistert. Ihm gefiel der Gedanke. Dank der Süßwarenindustrie ist Boizenburg weltweit in aller Munde, Fliesen aus der Elbestadt zieren in vielen Ländern Fußböden und Wände. Nun gibt es die schöne Chance, dass die süße Fliesenstadt auch in der musikalischen Fachwelt einen klangvollen Namen erhält.

Der Verwaltungschef kann leider nicht dabei helfen, einen Klavierbauer für das Werk am Bahnhof zu finden, den die Beiden auch suchen, um ihre ehrgeizigen Expansionspläne zu verwirklichen, freut sich aber darauf, in Boizenburg dem besten Pianisten gratulieren zu dürfen.

Harald Jäschke übernahm für das Finale die Schirmherrschaft. So war die Frage nach dem Konzertsaal für den Ausscheid schnell beantwortet. In diesen verwandelt sich die Pausenhalle der Regionalen Schule „Rudolf Tarnow“.

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erstellt am 17.Jan.2014 | 16:07 Uhr

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