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Hagenower Kreisblatt

23. November 2017 | 23:24 Uhr

Boizenburg : Klarer Sieger, aber wenig Wähler

vom
Aus der Redaktion des Hagenower Kreisblatt

Nur ein Drittel der Wahlberechtigten setzte Kreuzchen / Kommunalpolitiker sind zum Teil entsetzt über geringe Beteiligung

svz.de von
erstellt am 13.Okt.2014 | 16:46 Uhr

Harald Jäschke  hat die Bürgermeisterwahl mit 79,67 Prozent der abgegebenen gültigen Wahlstimmen gewonnen. Dieses Ergebnis bestätigte gestern Abend  der Gemeindewahlausschuss. Karl-Heinz Behrens und Rainer Knaak, die ebenfalls zur Wahl antraten, erhielten 6,31 Prozent und 14,0 Prozent der gültig abgegeben Stimmen.

Mit einer Wahlbeteiligung von  nur 33,35  Prozent wurde ein neuer Negativrekord erreicht. Schon bei der diesjährigen Kommunalwahl 2014 sackte die Wahlbeteiligung auf  39,84 Prozent ab. Noch vor sieben Jahren, bei der letzten Bürgermeisterwahl, machten 48,7 Prozent der Wahlberechtigten ihr Kreuzchen.  Darüber, dass nur etwa ein Drittel der Wahlberechtigten ihre Stimme abgaben, machen sich auch die Fraktionsvorsitzenden der Stadtvertretung  ihre Gedanken. „Die Leute sind anscheinend wahlmüde“, sagt Hannelore Basedow. Dennoch könne sie sich nicht vorstellen, dass es den Bürgern egal ist, wer die Geschicke der Stadt leitet. Für Rainer Wilmer, Fraktionsvorsitzender der Wählervereinigung Bürger für Boizenburg, hat die geringe Wahlbeteiligung auch mit Interessenlosigkeit an den öffentlichen Angelegenheiten von einigen Teilen der Bevölkerung zu tun. „Ich hatte im Nachgang der Kommunalwahl schon die Befürchtung geäußert, dass die Wahlbeteiligung noch weiter sinkt“, sagt Rainer Wilmer. Er sieht die Wiederwahl von Harald Jäschke kritisch. „Ich glaube, dass er in den kommenden Jahren nichts wesentliches mehr voran bringt“, sagt Rainer Wilmer. Lutz Heinrich, Vorsitzender der CDU-Fraktion, freut sich über die Wiederwahl Harald Jäschkes. „Die Boizenburger sind mit seiner  Amtszeit  zufrieden“, sagt Lutz Heinrich dem der sachlich gehaltene Wahlkampf gefallen hat. Jäschke sei immer ansprechbar und höre sich auch die Sorgen und Nöte von den Einwohnern an.   Hannelore Basedow (SPD) interpretiert das Wahlergebnis ähnlich. „Er ist bürgernah geblieben und hat beide Füße auf dem Boden behalten.“  Es sei auch eine Vertrauenssache, wenn man ihn wähle, fügt Hannelore Basedow hinzu.  Auch Gudrun Dyrba  findet es gut, dass er noch einmal gewonnen hat. „Er hat auch soziale Brennpunkte im Blick und bleibt aber immer ruhig und besonnen“, sagt Dyrba. Die Linkenpolitikerin in der Stadtvertretung ist wie die anderen auch sehr erschrocken, über die sehr geringe Wahlbeteiligung. „Ich bin geschockt“, sagt sie. Ist es den Leuten gleichgültig, wer die Geschicke der Stadt leitet“, fragt Gudrun Dyrba.

 

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