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Bürger des Ortsteils von Zarrentin sind dagegen : Kita-Planung löst in Bantin Streit aus

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Die Zarrentiner Stadtvertretung hat sich für den Neubau einer Kindertagesstätte in Bantin ausgesprochen, die Planungen gehen gut voran. Nächstes Jahr soll Baubeginn sein. Im Ortsteil Bantin regt sich Widerstand.

svz.de von
erstellt am 12.Jul.2013 | 11:38 Uhr

Bantin | Die Zarrentiner Stadtvertretung hat sich für den Neubau einer Kindertagesstätte in Bantin ausgesprochen, die Planungen gehen gut voran. Im kommenden Jahr soll Baubeginn sein.

Im Ortsteil Bantin regt sich nun Widerstand, weil Einwohner befürchten, dass in diesem Zusammenhang das Dorfgemeinschaftshaus verkauft werden muss. "Hier sind alle von den Socken, als sie gesehen haben, wie groß das alles werden soll. Außerdem sind wir sehr darüber überrascht, dass das alte Gemeindehaus verkauft werden soll. Davon war nie die Rede, und die Senioren sind verunsichert, wie es weiter gehen soll, weil sie dann keinen öffentlichen Raum mehr hätten. Zudem befürchten die jungen Leute aus dem Ort, dass sie auf dem verkleinerten Sportplatz keinen Platz mehr haben. Nach unserem Wissen soll auf dem Sportplatz ein großer Spielplatz gebaut werden", erläutert der Bantiner Robert de Vries im Gespräch mit SVZ die aktuelle Problemlage im Ort.

Der Unzufriedenheit eine fassbare Form zu geben, hat sich auch Irmgard Albrecht auf ihre Fahnen geschrieben. Sie hat Unterschriftenlisten vorbereitet, die an die Zarrentiner Bürgermeisterin Greta Glass sowie an die Vorsitzenden der Fraktionen der Stadtvertretung gerichtet sind. Darin heißt es, dass durch den Kindergartenneubau das Dorfgemeinschaftshaus in Bantin zur Diskussion stehe. Das Dorfgemeinschaftshaus, das zur Zeit als Kita und Dorfgemeinschaftshaus genutzt wird, soll auch nach dem Auszug der Kita weiterhin in der Nutzung für die Dorfgemeinschaft bleiben, heißt es weiter.

Außerdem wird dieses Gebäude, so die Bantiner, seit seiner Entstehung vor über 200 Jahren immer als öffentliches Gebäude der Gemeinde genutzt, als Schule, Kita, Bibliothek, Jugendraum, Gemeindeverwaltung, Versammlungsraum. Wenn das nicht mehr zur Verfügung stehen würde, fehlte einfach ein öffentlicher Raum, in dem Vereine und Verbände zusammenkommen können, geben sie zu Bedenken. Und sie befürchten, dass mit dem Kindergartenneubau der Sportplatz erheblich verkleinert wird, weil dort ein neuer Spielplatz geschaffen werden soll. Margret Kammlodt von der Ortsteilvertretung betont im Gespräch mit SVZ, dass es wichtig für den Ortsteil sei, dass die Kita im Ort bleibt. Seit 2010 spreche man darüber, dass die Kita zu klein sei und die Ortsteilvertretung eine gemeinsame Lösung anstrebe, für die Kinder und die Dorfgemeinschaft.

Zarrentins Bürgermeisterin Greta Glass ist froh darüber, dass die Planungen für den Neubau in Bantin so gut vorangekommen sind. In der jetzigen Einrichtung, die der ASB betreibt, gibt es nach ihren Worten 59 Betreuungsplätze. Die neue Kindereinrichtung wird eine Kapazität von 82 Plätzen bekommen. "Die Investitionssumme liegt bei rund zwei Millionen Euro. Förderanträge sind gestellt. Wir hoffen, dass wir dieses Vorhaben gegenfinanziert bekommen. 95 Prozent können gefördert werden, fünf Prozent wird die Stadt erbringen müssen. Der Landkreis steht unserem Anliegen positiv gegenüber. Unser Ziel ist es, 2014 den Neubau in Bantin zu beginnen", sagt sie im Gespräch mit SVZ.

Nach ihren Worten hat sich die Leiterin der Kita sehr für einen Spielplatz für die neue Einrichtung engagiert und eine Förderung in Höhe von 90 000 Euro in Aussicht gestellt bekommen. Wie die Bürgermeisterin weiter sagte, wird sich durch den Spielplatzneubau die Fläche des Sportplatzes nicht wesentlich verkleinern.

Und was passiert mit dem Dorfgemeinschaftshaus? Muss es angesichts der Finanzlage der Kommune verkauft werden, um Mittel für den Neubau zu erwirtschaften? "Nein, wir möchten eine Nachnutzung für die Gemeinde haben. Ich als Bürgermeisterin möchte, dass das Dorfgemeinschaftshaus auch weiterhin erhalten bleibt", sagte sie im Gespräch mit SVZ.

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