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Hagenower Kreisblatt

20. September 2017 | 13:18 Uhr

Wittendörp : Kita-Entscheid: Boddin vor Dodow

vom
Aus der Redaktion des Hagenower Kreisblatt

Wittendörper Gemeindeverteter stimmten für Neubau ab. Ein zweites Projekt muss vorerst auf die Warteliste.

svz.de von
erstellt am 03.Jul.2017 | 05:00 Uhr

Nun ist es beschlossene Sache - die Kita in Boddin soll neu gebaut werden. Das zumindest war Ergebnis der jüngsten Gemeindevertretersitzung von Wittendörp. Doch so einfach wie sich die Sache anhört, ist das bei weitem nicht. Denn erstens geht es hier nur um einen ehrgeizigen Plan, der im Jahr 2018 per Fördergeld erst noch unterstützt werden muss. Und zweitens gab es auch hier schon genug Gegenwind. Denn auch in Dodow ist die Kindereinrichtung komplett ausgelastet und sanierungswürdig. So musste in den Ausschüssen der Gemeindeverwaltung nun beraten werden, welches Projekt dringlicher ist, ob beide Kindereinrichtungen saniert werden können oder ob eventuell sogar ein kompletter Neubau für beide Kitas in Frage kommt.

Keine leichte Aufgabe also für Wittendörps Bürgermeister Bernd Ankele. Die Würfel aber sind gefallen: Boddin vor Dodow. Bis auf die beiden Gegenstimmen von Jürgen Nadzeika und Reiner Gressmann (beide waren für eine große Lösung in Püttelkow) votierten die Vertreter der Großgemeinde für die getrennten Neubauten in zeitlicher Versetzung. Denn beide Objekte auf einmal neu zu bauen, war nicht möglich, hieß es vom Landkreis, von dem auch Fördergeld nötig werde.

„Wir haben alles prüfen lassen und sind nun zu dem Entschluss gekommen, dass wir im Jahr 2018 die Fördermittel für Boddin einreichen und eventuell auch im gleichen Jahr noch mit dem Neubau beginnen können. Die Bausubstanz ist hier wesentlich schlechter. Erst dann ist Dodow dran“, sagt Bernd Ankele.

Warum es zu diesem Entschluss kam, macht Andre Bernowitz aus der Verwaltung und Wittenburgs erster Stadtrat klar. „Die Analyse hat für die Kindertagesstätte in Boddin ergeben, dass das Gebäude aus statischen Gründen keine Ausbaureserven im Dachbereich besitzt, so dass für den Raumbedarf nur an das Gebäude angebaut werden könnte. Der Bauzustand erfordert den Rückbau von ca. 60 Prozent der Bausubstanz. Die geschätzten Kosten für eine Sanierung inklusive Erweiterung würden 1,4 Mio. Euro betragen und die Kosten eines Neubaus 1,25 Mio Euro, so dass ein Neubau als wirtschaftlich sinnvoller anzusehen ist“, so der Verwaltungsangestellte.

In der Kita Dodow sehe es ähnlich aus. Der Bauzustand und die vorhandene Raumstruktur machten einen Umbau von etwa 40 Prozent der Bausubstanz erforderlich. Die geschätzten Kosten für eine Sanierung inkl. Erweiterung würden 1,8 Mio. Euro betragen und die Kosten für einen Neubau 1,78 Mio. Euro, so dass ein Neubau auch hier als wirtschaftlich sinnvoller anzusehen ist.

Allerdings sei es nach Absprachen mit den zuständigen Behörden, die die Fördermittel ausgeben unsinnig beide Projekte einzureichen und in diesem seien die Fleischtöpfe ohnehin schon beinahe leer.

Das rief Jürgen Nadzeika und Reiner Gressmann auf den Plan, die sich bei der Abstimmung übergangen fühlten, denn aus ihrer Sicht war von Zeitnot die Rede, welche Kita zuerst dran käme und dass eine Gesamtlösung vom Tisch wäre. „Wir haben gesagt, dass wir in beiden Orten die Kindereinrichtungen erhalten wollen. Was anderes stand nie zur Debatte“ so Bernd Ankele.


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