Schul-Kino-Wochen : Kino während des Unterrichts

Max-Peter-Heyne von der „Filmland“ gGmbH eröffnete die SchulKinoWochen MV zusammen mit der stellvertretenden Bürgermeisterin Sandy Mandlik, Elena Sollte von „Vision Kino“ und Kinobetreiber Christin Lempp (v. li.).  Fotos: Katja Frick
1 von 2
Max-Peter-Heyne von der „Filmland“ gGmbH eröffnete die SchulKinoWochen MV zusammen mit der stellvertretenden Bürgermeisterin Sandy Mandlik, Elena Sollte von „Vision Kino“ und Kinobetreiber Christin Lempp (v. li.). Fotos: Katja Frick

Schul-Kino-Wochen Mecklenburg-Vorpommern im Kino Boizenburg eröffnet/Veranstaltung war auch erste der bundesweiten Reihe

svz.de von
09. November 2015, 18:46 Uhr

Gestern wurden im Kino Boizenburg die diesjährigen Schul-Kino-Wochen Mecklenburg-Vorpommern eröffnet. Bei den Schul-Kino-Wochen findet der Unterricht im Kino statt. Während einer begrenzten Zeit können Klassen aller Schulformen und Altersgruppen Vorstellungen zu vergünstigten und einheitlichen Preisen in einem Kino in ihrer Nähe besuchen.

Die Schul-Kino-Wochen sind ein bundesweites Projekt von „Vision Kino“ in Kooperation mit zahlreichen Partnern unter Beteiligung der Bildungs- und Kultusministerien der Länder und der Filmwirtschaft. In MV ist die Filmland gGmbH der wichtigste Kooperationspartner. „In diesem Jahr können wir in MV die Rekordzahl von 19  500 angemeldeten Schülern verzeichnen. Im letzten Jahr waren es nur 16  800, in den Jahren davor stagnierte die Zahl bei ca. 12  000“, erläuterte Max-Peter Heyne von Filmland am Rande der Veranstaltung.

Mit der Eröffnung der Schul-Kino-Wochen MV in Boizenburg sollte das außerordentliche Engagement von Kinobetreiber Christian Lempp und Mitarbeiterin Andrea Franke gewürdigt werden. Sie ermöglichen es jedes Jahr besonders vielen Schülern, dieses sinnvolle Angebot zu nutzen, 2015 sind es 1  580.

Mit dem diesjährigen Motto „Kino am Rand – aber mittendrin“ will die Filmland MV gGmbH außerdem die Bedeutung der Kinos in Mecklenburg-Vorpommern hervorheben. „Es gibt viele Städte in Mecklenburg-Vorpommern, auch größere als Boizenburg, in denen es kein Kino mehr gibt. Kinos haben aber eine kulturelle Funktion“, erklärte Max-Peter Heyne in seiner Eröffnungsrede. „Diese erfüllt das Kino hier in vorbildlicher Weise. “

Elena Sollte vom Träger „Vision Kino“, der in der letzten Woche sein 10-jähriges Jubiläum feiern konnte, erklärte den Schülern: „Wir wollen, dass ihr interessante Filme seht und anschließend darüber redet.“

Das war bei der Eröffnungsveranstaltung schon einmal gelungen. Die 97 Schüler der 9. Klassen des Elbe-Gymnasiums und der Tarnow-Schule folgten dem emotional sehr berührenden Dokumentarfilm „Willkommen auf Deutsch“ sehr aufmerksam. Kein Wunder, obwohl zwei Jahre alt, beschäftigt sich der Film mit dem gerade aktuellsten gesellschaftlichen Thema Flüchtlinge. Die Filmemacher Hauke Wendler und Carsten Rau aus Hamburg begleiteten ein Jahr lang asylsuchende Flüchtlinge, wütende Bürger und einen verzweifelt nach Unterkünften suchenden Mitarbeiter des Landkreises Harburg. Im Anschluss stellte sich Regisseur Hauke Wendler den Fragen der Teenager. „Wir haben den Film gemacht, weil über die Problematik geredet werden muss und wir herausfinden wollen, wie ihr das seht.“

Die Schüler stellten zahlreiche Fragen, nicht nur zum Film. Hauke Wendler musste gleich noch versuchen, Antworten für deutsche Politik und weltweite Entwicklungen zu finden. Aber er drückte sich nicht und versuchte, auf jede Frage einzugehen. Es gibt Gesprächsbedarf.

zur Startseite

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Diskutieren Sie mit.

Leserkommentare anzeigen