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Hagenower Kreisblatt

18. November 2017 | 09:40 Uhr

Interview : Keramik und Kampfkunst im Blick

vom
Aus der Redaktion des Hagenower Kreisblatt

Christoph Bader, der seit 2002 mit seiner Frau Melanie in Loosen lebt und arbeitet, stellt sich zum Wochenende den 20 Fragen der SVZ

svz.de von
erstellt am 18.Dez.2015 | 16:02 Uhr

Er ist Keramiker und Kampfsportler: Christoph Bader. Geboren 1978 in Hagenow, wo er auch sein Abitur machte. Mit 13 trat er in einen Karateverein ein, erlernte die Kunst des Shotokan-Karate. Mit 17 widmete er sich dem Aikido-Kampfsport, dem er bis heute erfolgreich nachgeht.

Seine Töpferlehre absolvierte er in Wismar bei Keramikerin Bernadette Roolf. Von 1998 bis 2001 machte er seine Lehre zum Keramiker, ein Jahr später wählte er den Weg in die Selbstständigkeit. Nach kurzer, aber intensiver Suche nach einem geeigneten Hof landeten er und seine Frau Melanie in Loosen, wo sie seit 2002 leben und in der Werkstatt arbeiten. Christoph Bader beantwortete SVZ-Redakteur Michael Seifert die 20 Fragen.

Wo ist Ihr Lieblingsplatz?
Christoph Bader: Im Sommer bei uns auf dem Hof, unter dem großen Schleppdach vor der Galerie mit einer Tasse Tee, den Hunden beim Herumliegen zusehend...

Was würden Sie als Bürgermeister Ihres Wohnortes sofort verändern?
Ich habe keinerlei Ambitionen, Bürgermeister zu werden, daher stellt sich diese Frage für mich eigentlich nicht. Winston Churchill antwortete mal auf die Frage nach seinem Geheimnis für ein langes Leben mit: „no sports!“. Besser passt allerdings: „Ein kluger Mann macht nicht alle Fehler selbst. Er gibt auch anderen die Chance.“ Da bleibe ich doch lieber als Sportsmann bei „no politics“...

Wo kann man Sie in Ihrem Wohnort am ehesten antreffen?
In der Werkstatt an der Töpferscheibe oder unterwegs mit meiner Frau im Wald, zu Fuß mit den Hunden oder auf dem Rücken unserer Kaltblutstute „Lovis“. Oft genug auch beim Ausmisten der Ställe.

Womit haben Sie Ihr erstes Geld verdient?
Mit 16 oder 17 durfte ich im Hagenower Karateverein Musashi (wo ich 1991 mit dem Training begann, als schmaler 13-Jähriger...) zuerst Kinder und später auch erwachsene Anfänger unterrichten und bekam dafür zeitweise ein ganz gutes Taschengeld.

Und wofür haben Sie es ausgegeben?

Hauptsächlich für CDs und Bücher oder mal ’ne Jeanshose.

Was würden Sie gerne können?

Banjo spielen. Zuerst für mich und irgendwann gut genug, um in einer kleinen Bluegrass-Band mitzuspielen. Ich fürchte allerdings, dass dafür nie die Zeit übrig sein wird. Vielleicht im Alter, in einer Rentner-Band...

Was stört Sie an anderen?
In ansteigender Intensität: Dummheit, Ignoranz und Dreistigkeit. Wenn ich solche Tendenzen bei mir selbst entdecke oder bemerke, bin ich ebenso unzufrieden wie mit meinen Mitmenschen. Über Dummheit kann man im besten Fall noch lachen, Ignoranz ist da schon ärgerlicher, Dreistigkeiten lassen mich oft zuerst sprachlos und ratlos zurück, dann aber kocht's gegebenenfalls.

Worüber haben Sie zuletzt gelacht?
Es kommt schon vor, dass ich manchmal unfassbar albern bin. Am liebsten lache ich im Duett mit meiner Frau! Vielleicht nicht täglich, aber so oft wie möglich.

Was Unvernünftiges haben Sie zuletzt getan?
Was für den Einen unvernünftig ist, erscheint dem Anderen ganz normal, also was soll’s...?



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