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Neuhaus : Keine Rauchzeichen mehr über dem Amt

vom
Aus der Redaktion des Hagenower Kreisblatt

Brenntage in Niedersachsen nicht mehr erlaubt/ Unabhängige/FDP wehren sich

svz.de von
erstellt am 23.Apr.2014 | 12:24 Uhr

Viele Bürger im Amt Neuhaus sind sauer. Das Verbrennen von pflanzlichem Abfall wie Sträuchern, Blättern und anderen Pflanzenresten ist nicht mehr erlaubt, die so genannten „Brenntage“ gibt es nicht mehr. Bisher konnte man die Grünabfälle an den beiden letzten Sonnabenden im Februar und allen Sonnabenden im März und im Herbst an den beiden letzten Sonnabenden im Oktober und allen Sonnabenden im November auf seinem Grundstück verbrennen.

Die Gruppe aus den Unabhängigen und der FDP im Neuhauser Rat will das nicht hinnehmen. Sie macht den Vorschlag und bringt ihn als Antrag in die nächste Ratssitzung ein, an die Landesregierung eine Resolution zu richten, in der man sich „gegen den Widerruf der Allgemeinverfügung über das Verbrennen pflanzlicher Abfälle in der Gemeinde Amt Neuhaus ausspricht“. Soll heißen, die Brenntage müssen bleiben. Denn die Grundstücke in der Gemeinde sind groß und nicht zu vergleichen mit den kleinen Grundstücken in Bausiedlungen. Hier fällt nun mal jede Menge pflanzlicher Abfall an, argumentiert die Gruppe. Es sei nicht zumutbar, die Grünabfälle mit dem Auto zu Sammelstellen zu fahren. „Wenn nun jeder Gartenbesitzer seine Abfälle mit dem Auto durch die Gegend fährt, um dadurch CO2 einzusparen, dann erinnert das an den Mann, der die Uhren vorstellt, um Zeit zu gewinnen“, heißt es in der Begründung zum Antrag. Hinzu käme, dass das Amt Neuhaus in ganzer Länge an die Landesgrenze zu Mecklenburg-Vorpommern stößt, wo die Brenntag zulässig seien, heißt es abschließend.


Im Nachbarland gibt es die „Brenntage“ noch


Das ist wohl war, in Mecklenburg darf weiter gekokelt werden. Da gibt es im Frühjahr und im Herbst einen Zeitraum, in dem außer an den Sonntagen die ganze Woche über der pflanzliche Abfall im Flammen aufgehen darf. Es gibt aber einen wichtigen Unterschied zum Nachbarn. Im Landkreis Ludwigslust-Parchim werden Grünabfälle nicht abgeholt, wie im Landkreis Lüneburg. Man müsste dort wirklich alles zu irgendwelchen Sammelstellen bringen, wohingegen in Lüneburg einmal im Monat Sträucher, Äste und auch Blätter an die Straße gelegt werden können, die dann abgeholt werden. Blätter und kleine Abfälle müssen in Papiersäcke gestopft, Reisig gebündelt werden. Ausgenommen von der neuen Verordnung sind die „Brauchtumsfeuer“, etwa zu Ostern oder im Herbst. Da dürfen die Flammen noch gen Himmel lodern.

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