Nach der Kreistagssitzung : Keine Kündigung auf Gabentisch

Dörte Stallgies, seit 1995 Mitarbeiterin der BBS Start, verteilte an die Kreistagsmitglieder im Vorfeld der Sitzung Flugblätter. „Wir sind bereit, es anzupacken und haben viele neue Ideen.“
1 von 2
Dörte Stallgies, seit 1995 Mitarbeiterin der BBS Start, verteilte an die Kreistagsmitglieder im Vorfeld der Sitzung Flugblätter. „Wir sind bereit, es anzupacken und haben viele neue Ideen.“

115 Jobs bleiben erhalten/Kreistag beschloss mehrheitlich, BBS Start GmbH noch eine Chance für Neuausrichtung am Markt zu geben

von
07. November 2014, 15:18 Uhr

Trotz kontrovers geführter, parteiübergreifender Debatte im Vorfeld hat sich die Mehrheit der 62 anwesenden Kreistagsmitglieder am Donnerstag Abend auf ihrer Sitzung dafür ausgesprochen, der kreiseigenen BBS Start GmbH, die in Schieflage geraten ist, noch eine Chance für die Neuausrichtung auf dem Markt zu geben. CDU, AfD und NPD enthielten sich entweder der Stimmen oder votierten gegen den Beschluss. Die Union hatte zuvor einen Änderungsantrag zur strategischen Ausrichtung eingebracht, der jedoch nur in Teilen Zustimmung fand.

Um die Entwicklung zu begleiten, werde zweimonatlich im Finanz- und Kreisausschuss zum aktuellen Stand über Einhaltung des Wirtschaftsplans per Monatsultimo berichtet, heißt es in dem Papier, ebenso sei über Maßnahmen zur Umsetzung des Konzeptes Rechenschaft abzulegen. Es müsse des Weiteren ein Überblick über laufende Ausschreibungsverfahren und deren Ergebnisse sowie den Stand der Immobilienverwertung in Hinblick auf Wirtschaftlichkeit, Erlösverwendung und laufende Liquidität gegeben werden. Und: Der Landkreis stelle der Gesellschaft auch weiterhin keine finanziellen Mittel zur Verfügung.

„Alle Mitarbeiter sind hocherfreut und zugleich erleichtert über die Entscheidung. Bedeutet dies doch auch, dass zu Weihnachten keine Kündigungen auf dem Gabentisch liegen werden. Wir wissen aber auch, dass dies erst eine von vielen weiteren Hürden ist“, sagt Heino Pieper, Betriebsratsvorsitzender der BBS Start GmbH. Und betont: „Die Kuh ist noch längst nicht vom Eis. Aber unser Ziel ist es, ab 2016 schwarze Zahlen zu schreiben.“ Alle 115 Mitarbeiter bedankten sich bei den Volksvertretern, die ihnen ihr Vertrauen geschenkt hätten. „Eine externe Beraterfirma wird uns auf dem Weg der Neuausrichtung begleiten, damit das gesamte Unternehmen wieder gesundet.“

Wolfgang Bohnstedt, Linken-Fraktionsvorsitzender, machte bei der teils recht hitzigen Diskussion deutlich, dass ein Vertrauens-Bonus gerechtfertigt sei.

Den kompletten Beitrag finden Sie im e-paper Programm unserer Zeitung und natürlich in der Printausgabe am Wochenende.

zur Startseite

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Diskutieren Sie mit.

Leserkommentare anzeigen