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Neuhofer zeigten sich misstrauisch : Keine Erweiterung der Biogasanlage

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Auf der jüngsten Sitzung im Zarrentiner Ortsteil Neuhof erläuterten die Betreiber der Biogasanlage ihre weiteren Planungen. Klarheit für Einwohner: Die Anlage wird nicht erweitert.

svz.de von
erstellt am 24.Okt.2012 | 06:30 Uhr

Neuhof | Wird die Biogasanlage in Neuhof erweitert oder nicht? Das war die Frage, die am Dienstagabend viele Neuhofer in den Speicher zur Ortsteilvertretersitzung lockte.

"Die Biogasanlage wird nicht erweitert", entkräftete Bernhard Leclaire, Geschäftsführer der Bioenergie Neuhof GmbH, gleich zu Beginn die Befürchtungen der Einwohner. Vielmehr geht es um einen neuen Platz für Silage, die derzeit noch auf dem Acker gelagert wird. Zudem ist es nicht erwiesen, so Leclaire weiter, dass die Lagerung von Silage der Grund dafür sei, dass die Biologie des Bio topes mitten im Ort gekippt ist. Seit Monaten hält sich nämlich im Ort hartnäckig das Gerücht, dass Silagewasser das Leben im Teich vernichtet haben soll.

SVZ berichtete bereits zu Jahresbeginn über die biologische Situation des Suhdwohls, wie der Dorfteich genannt wird, an der sich bis heute nichts geändert hat, wie von Neuhofern zu erfahren war. Offensichtlich kann nur eine komplette Reinigung des Gewässers eine Veränderung bringen.

Warum die Betreiber der Bioenergieanlage einen betonierten und geteerten Lagerplatz nach den entsprechenden Genehmigungen bauen wollen, liegt für den Geschäftsführer Bernhard Leclaire auf der Hand. "Wir wollen verhindern, dass Sickersäfte aus der Biogasanlage ins Grundwasser gelangen. Außerdem ist das Sickerwasser für uns ein wertvolles Gut, weil da Energie drin ist. Gleichzeitig planen wir den Bau eines Lagerplatzes für festen Dünger auf dem Gelände der Anlage und die Vergrößerung des Regenrückhaltebeckens", erläuterte er den Neuhofern mit dem wiederholten Hinweis, dass nicht die Leistung der Biogasanlage erhöht werden soll.

Im Zusammenhang mit der derzeit laufenden Maisernte beklagten sich viele Einwohner über die starke Verkehrsbelastung durch Erntefahrzeuge. Sie regten im Gespräch mit den Betreibern der Anlage an, durchzusetzen, dass die Anhänger zukünftig nicht mehr so voll mit Häckselgut beladen werden, dass die jungen Fahrer zudem mit angemessener Geschwindigkeit durch den Ort fahren und dabei nicht telefonieren.

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