Boizenburg : Kein Stillstand für Ratskeller

Baustellentermin mit Christian Meyer (l.), Hans-Joachim Grätsch (M.) und Andreas Kunze (r.)
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Baustellentermin mit Christian Meyer (l.), Hans-Joachim Grätsch (M.) und Andreas Kunze (r.)

Schwieriger Baugrund erschwert Arbeiten am Fachwerkhaus / Im alten Gemäuer entsteht Wohn- und Begegnungsstätte

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07. November 2014, 15:21 Uhr

Die Bauarbeiten am ehemaligen Ratskeller am Boizenburger Markt ruhen derzeit nur scheinbar. Hinter der Fassade des vom langen Leerstand gezeichneten mehrgeschossigen Fachwerkbaus tüfteln die Hauseigentümer und Vermieter, die Ratskeller GbR, am Fortgang des Projekts der Lebenshilfewerk Hagenow gGmbH.

Erst nach den Abrissarbeiten auf dem Hinterhof hat sich herausgestellt, dass dort aufgrund des schwierigen Baugrunds eine Pfahlgründung erforderlich ist, sagt Bauunternehmer Andreas Kunze von der Ratskeller GbR. In die Erde müssten insgesamt 21 Betonpfähle unterschiedlich tief gerammt werden, auf die dann die Bodenplatte gesetzt werde. Das sei das Ergebnis von aufwendigen Probebohrungen, Bodengutachten und Statikprüfungen Dieser zusätzliche Aufwand war laut Kunze so nicht vorhersehbar und hat den Ablauf der Bauarbeiten verzögert.

Jetzt haben Kunze und die anderen beiden Gesellschafter ein Bohrgerät in Ostfriesland ausfindig machen können, was mit den schwierigen Bedingungen auf dem Hof des Gebäudes zurecht kommen könnte. „Wir brauchten Technik, die klein genug ist, um auf den Hof zu gelangen, die erschütterungsfrei tief genug bohren kann und möglichst nahe am Rand des Areals die Pfähle in den Boden bringt“, erklärt Kunze. Ist die Maschine auf der Baustelle, soll es mit den Arbeiten am Ratskeller wieder hör- und sichtbar weitergehen. Christian Meyer, der neben seinen Bruder Andreas und Kunze die GbR bildet, rechnet damit, dass nach dem Setzen der Bodenplatte die Bauzeit noch etwa zehn Monate dauert.

Am Grundkonzept, das denkmalgeschützte Gebäude mit der markanten Fassade aus Ziegelsteinen und Balken für das Lebenshilfewerk umzubauen, hat sich nach Auskunft der Bauherren und des künftigen Nutzers nichts geändert. In dem aus dem 18. Jahrhundert stammenden Gemäuer soll ein Wohn- und Werkstattprojekt mit Café, Bistro und Schokoladenmanufaktur entstehen. Menschen mit Behinderung werden dort arbeiten und wohnen. Mieter der Räume und Projektträger ist das Lebenshilfewerk, das in Boizenburg bereits Werkstätten mit 60 Plätzen betreibt und für knapp zehn Menschen mit Behinderung ambulant betreutes anbietet.

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