Lübtheen : Katzen elendes Leben ersparen

Sie sind klein, verschmust und niedlich: die Katzenbabies. Doch wenn sie größer werden, können sie schnell ein Problem in den Städten darstellen.  Fotos: Archiv
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Sie sind klein, verschmust und niedlich: die Katzenbabies. Doch wenn sie größer werden, können sie schnell ein Problem in den Städten darstellen. Fotos: Archiv

Lübtheen startet Spendenaufruf, um herrenlose Samtpfoten in der Stadt kastrieren zu können

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21. August 2015, 07:50 Uhr

Um die Kastration frei lebender und streunender Katzen in Lübtheen fortsetzen zu können, bedarf es Geld. Bürgermeisterin Ute Lindenau ruft deshalb zu Spenden zur finanziellen Unterstützung dieser Aktion auf.

Geld für die Kastration von herrenlosen Katzen aufzubringen, sei für die Stadt sehr schwierig, heißt es zur Begründung. Geplant ist, den Besitzern von Katzen und Bürgern, die sich der Nachkommen ausgesetzter beziehungsweise entlaufener unkastrierter Katzen annehmen, einen Zuschuss für den Gang in eine Tierarztpraxis zukommen zu lassen.

Voraussetzung sei allerdings, dass eine ausreichende Summe für dieses Vorhaben zusammenkommt, wie Ute Eggert, Sachbearbeiterin im städtischen Ordnungsamt betont. „So lange wir kein Geld haben, können wir nichts machen“, fügt sie hinzu.

Eggert wünscht sich eine finanzielle Unterstützung des Landes für die Kommunen und Tierheime, damit herrenlose Katzen kastriert werden können. Vielen Samtpfoten bliebe damit unnötiges Elend erspart. Denn dem Nachwuchs unkastrierter Katzen drohen Gefahren wie Unterernährung, Verhungern sowie ein Infektionsrisiko durch lebensbedrohliche Krankheiten.

So sieht es auch die Stadt Lübtheen. Hauptzweck der Kastration sei der Schutz und der artgerechte Umgang mit den Tieren in den Städten und Gemeinden.

Lübtheen hatte 2014 eine Initiative gestartet, um gegen die ständige und nicht gewollte Vermehrung der herrenlosen Katzen anzugehen. Dazu waren im Herbst in verschiedenen Ballungsgebieten Futterstellen mit Fangkörben aufgestellt worden.

Eine aus Sicht der Stadt erfolgreiche Aktion, schätzt Ute Eggert ein. Auf diese Weise habe innerhalb von drei Wochen für 23 Hauskatzen ein tierärztlicher Eingriff ermöglicht werden können.

Die Aktion der Stadtverwaltung sollte ein Zeichen setzen und Bürger auf folgenden Umstand aufmerksam machen: Katzen dürften nicht nur als Trostspender, Kuscheltier und Mäusefänger genutzt und sich dann selbst überlassen werden. Ute Eggert erinnert an die Verpflichtung der Tierbesitzer, ihre frei laufenden Katzen einer regelmäßigen medizinischen Betreuung und einer Kastration zu unterziehen.

Die Mitarbeiterin der Stadt weist zudem darauf hin, dass derjenige, der ein fremdes Tier füttert, damit die Verantwortung für dieses Lebewesen übernimmt. Um sie nicht in bestimmte Wohngegenden zu locken, sollten Mieter gar nicht erst Katzen anfüttern. Ein entsprechender Hinweis durch Vermieter wäre nach Eggerts Ansicht wünschenswert.

Wer der Stadt helfen und spenden möchte, kann sich bei der Stadtkasse oder beim Ordnungsamt melden.

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