zur Navigation springen
Hagenower Kreisblatt

22. November 2017 | 21:40 Uhr

Lübtheen : Kastration gegen den Katzenjammer

vom
Aus der Redaktion des Hagenower Kreisblatt

Ehrenamtliche Helfer, die die Aktion unterstützen möchten, können sich ab sofort im Rathaus melden

von
erstellt am 01.Okt.2014 | 15:51 Uhr

Sie huschem über abgelegene Straßen, zeigen sich in Kleingartenanlagen und besonders im Frühjahr und Herbst hört man sie auch des Nachts beim liebestollen Treiben: frei lebende Katzen. Sie sind die Nachkommen ausgesetzter beziehungsweise entlaufener unkastrierter Hauskatzen. In vielen Städten sind sie bereits zur echten Plage geworden.  Bürger wenden sich deshalb immer öfter an die zuständigen Stellen in den Kommunen und fordern Abhilfe.

„Durch die  Kastration herrenloser Tiere verhindern wir ungewollten Nachwuchs und somit unzähliges Katzenelend“, erklärt Ute Eggert, Sachbearbeiterin im städtischen Ordnungsamt das Anliegen dieser Aktion, die jetzt im Oktober anlaufen soll. Eigens dafür würden in den Ballungsgebieten Salzstraße, Paulstraße, Jessenitzer Chaussee, Grüner Weg, Straße der Jugend und Geschwister-Scholl-Straße Futterstellen  mit drei Fangkörben eingerichtet.

 „Wir suchen noch ehrenamtliche Helfer, die uns benachrichtigen, wenn Katzen in der Falle sitzen.“ Sollten Lübtheener Bürger für diese Tätigkeit bereit sein, könnten sie sich bei ihr in Zimmer 11 im Rathaus oder telefonisch unter 038855-71126 melden.

Alle Katzenhalter hätten übrigens dafür zu sorgen, so Ute Eggert weiter, dass sie ihre Tiere in diesem Zeitraum sowie in dem genannten Bereichen nicht frei herumlaufen ließen. „Die Stadt übernimmt keine Haftung, sollten private, freilaufende Katzen kastriert werden“, macht sie deutlich. Im übrigen seien Besitzer, die ihren Vierbeinern Freilauf gewährten, ohnehin angehalten, sie  laut Tierschutzgesetz kastrieren zu lassen, um einer Katzenplage vorzubeugen.  Durch die  Tierarztpraxis von Dr. med. vet. Matyas Tatar sollen die Kastrationen   fachlich versiert ausgeführt werden, berichtet Ute Eggert außerdem.  Und  betont: Für den Nachwuchs unkastrierter Katzen bestehe die Gefahr von  Unterernährung bis Verhungern sowie ein hohes Infektionsrisiko mit lebensbedrohlichen Krankheiten wie Katzenleukose und Katzenschnupfen. Schließlich führe die hohe Katzendichte in der Stadt auch dazu, dass Kleintiere, insbesondere Vögel, bis zu Hälfte ihrer Brut verlören. Was die wenigsten wüssten: Wer ein fremdes Tier füttere, sei auch dafür verantwortlich.

zur Startseite

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Diskutieren Sie mit.

Leserkommentare anzeigen