Zarrentin : „Karpfenparkplatz“ Schaalsee

Philipp Eberle, Fischwirt und Mitarbeiter der Schaalseefischerei, ging vor drei Jahren dieser Rekord-Karpfen mit 18,7 Kilo ins Netz.

Philipp Eberle, Fischwirt und Mitarbeiter der Schaalseefischerei, ging vor drei Jahren dieser Rekord-Karpfen mit 18,7 Kilo ins Netz.

Binnenfischerin Diana Rehbohm hat bereits Bestellungen für Weihnachts- und Silvesterkarpfen in ihren Auftragsbüchern

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24. November 2017, 05:00 Uhr

„Ich warte schon auf die nächste Lieferung“, sagt Diana Rehbohm und meint damit die Spiegelkarpfen, die sie aus der Lewitz geordert hat. Denn diese Fische  haben derzeit wieder Konjunktur. „Die Qualität der Tiere von dort ist top“, betont die 46-Jährige, die als Binnenfischerin etwa 760 Hektar Fläche des Schaalsees bewirtschaftet. Das sind etwa 1000 Fußballfelder. Vor sieben Jahren hat die gelernte Fischwirtin der Fluss- und Seenfischerei das Geschäft von ihrem Vater übernommen. Und jeden Tag kommen jetzt nicht nur die Stammkunden, die sich einen der zwei bis vier Kilo schweren Delikatessen mitnehmen. Ob klassisch blau, gebacken im Ofen oder im Salzteig - über die Zubereitung entscheidet letztlich der Geschmack und die Tradition.

„Ich hältere die Karpfen in extra Becken, bis sie verkauft werden“, erklärt Diana Rehbohm und holt mit dem Kescher einen der strammen Burschen aus ihrem angestammten Nass. Wenn man so will, dem Karpfenparkplatz im Schaalsee. „Der hier hat etwa zwei Kilo und wäre perfekt zum Verspeisen“, betont sie und verrät schmunzelnd, dass sie und ihr Mann Thomas auch schon mal ganz alleine einen Sechspfünder geschafft hätten. „Fisch ist einfach meine Leibspeise“, gesteht die junge Frau.  Und spricht über  die Menschen, die jedes Jahr sehnsüchtig auf die Karpfenzeit warten. „Sie kommen unter anderem aus Hagenow, Wittenburg, Boizenburg und Ratzeburg. Besonders jetzt, wo das Wetter ja nicht so berauschend ist, wird zu Hause schon gern mal der eine oder andere Fisch auf den Tisch gebracht.“

Sie habe bereits die ersten Bestellungen für Weihnachten und Silvester, berichtet die Binnenfischerin. „Da werden immer gern Drei- bis Siebenpfünder zubereitet, je nachdem, wie viele Personen beköstigt werden sollen. Pro Person rechnet man etwa ein Pfund Fisch.“ Denn die Winterzeit sei eben auch hierzulande Karpfenzeit, weil sie dann am besten schmecken.  Neben den Spiegelkarpfen bietet die Schaalseefischerei Am Fischerberg in dieser Jahreszeit aber u.a. auch Saibling, Lachsforelle und Barsch an.

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