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Dicke Fische in Hagenow : Karpfenangeln im Forellenteich

vom
Aus der Redaktion des Hagenower Kreisblatt

Warum Petrijünger auch gern mal den bequemeren Weg wählen.

svz.de von
erstellt am 20.Jul.2017 | 12:00 Uhr

Am Haken sind drei ganz kleine Fetzen frischer Wildlachs aufgefädelt. Mit einem gekonnten Wurf fliegt die gesamte Montage mit Blei, Pose und Köder ins Wasser. Der Zielfisch für die Angler: eine Lachsforelle. Doch nicht irgendwo in der Wildnis werfen Torsten Friedrich und Thomas Kubat ihre Ruten aus. Der 45-Jährige aus Kirch Jesar, der eine Malerfirma betreibt und sein Kumpel aus Hagenow haben ihr Tackle am Sudenhof ausgepackt, den Angelteichen hinter dem Kühne-Werk in Hagenow. „Wir sind hier mindestens jedes Wochenende, wenn nicht sogar in der Woche auch noch hin und wieder“, sagt Thomas Kubat, der mit dem Lachsfetzen einen ungewöhnlichen Fang macht. Am Haken findet sich ein Karpfen, gute drei Kilo schwer und ordentlich mobil. „Ein schöner Beifang, denn eigentlich wollen die beiden Stammgäste den begehrten Lachsforellen nachstellen. Doch die beißen derzeit nur sehr verhalten. „Es gibt eben keine Fanggarantie bei uns. Wir geben bei Ankunft unserer Gäste aus dem Hälterbecken je vier Zielfische in einen der beiden Teiche, die gut gefüllt beangelt werden wollen. Entweder in den großen Teich oder in den kleineren“, sagt Heike Schulz im Gespräch mit der SVZ.

Im Detail heißt das, dass in dem flächenkleineren Teich in erster Linie Regenbogenforellen zu fangen sind und im großen Gewässer auch größere Fische.

„Stör, Karpfen, Lachsforelle, Wels - hier kann man richtige Sternstunden erleben“, sagt Thomas Kubat, der hier schon Glück hatte und einen fast fünf Kilogramm schweren Stör landen konnte. Kumpel Friedrich zog hingegen schon mehr als 70 Zentimeter lange Forellen aus dem Gewässer.

„Wir haben hier regelrechte Fans, die immer wieder zu uns kommen, weil sie wissen, dass man hier relativ naturähnlich fischen kann. Das ist den meisten Anglern wichtig. Denn wir sind hier kein ,Kiloteich’, wo man nur die Rute reinhält und sofort etwas beißt“, sagt Heike Schulz.

Der Fisch kommt in der Regel frisch aus Dänemark und wird in großen Lkw geliefert, ehe er weiter in die Hälterbecken kommt. Überlisten lässt sich hier jedoch nicht jeder Fisch. „Den Graskarpfen ist ganz schwer beizukommen. Die sind eher für die Gewässerreinigung zuständig“, so die Betreiberin. „Trotzdem hat man hier in der Regel eigentlich fast immer eine gute Erfolgsquote“, sagt Erwin Parakenings, der extra aus Grevesmühlen gekommen ist und mit seinen 79 Jahren eine herrliche Forelle aus dem Wasser zog. Er ist übrigens ein Forellenteich-Hopper. Er kennt fast alle künstlichen Gewässer der Region und angelt dort ganz entspannt seine Fische.

Übrigens: Wer hier feiern will, ist bestens aufgehoben. Denn ob Kindergeburtstag oder Firmenfest - zum Angeln kann man immer auch eine Bockwurst, einen Kuchen oder die deftige Erbsensuppe bestellen. Thomas Kubat und Torsten Friedrich lassen sich ein rustikales Mahl schmecken: Bockwurst und Bier.

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