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Unbekannter entlässt Damwild in den Wald : Karft: Für 20 000 Euro Damwild weg

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Ende November wurde das Wild-Gehege von Walter Strube in Karft aufgebrochen. Alle Tiere liefen davon, der Schaden: rund 20 000 Euro. Jetzt lobt Strube eine Belohnung für Hinweise aus.

svz.de von
erstellt am 20.Dez.2012 | 10:26 Uhr

Karft/Bantin | Walter Strube ist stinksauer: Ein unbekannter Täter habe am 25. November im Bantiner Wald, zur Gemarkungsgrenze Karft, sein seit 17 Jahren bestehendes und etwas abseits gelegenes Damwild-Gehege gewaltsam aufgebrochen (SVZ berichtete). "So eine bodenlose Gemeinheit. Alle Tiere sind mir entlaufen. Dadurch ist ein Schaden von mindestens 20 000 Euro entstanden", berichtet der 60-Jährige, der seit 42 Jahren in Bantin lebt.

"Am 26. November wurde mir berichtet, dass das Tor offen steht, so dass alle dort aufgezogenen und gezüchteten Tiere entlaufen konnten." Angelegt habe er das Gatter einst als Hobby, um mit Wald und Natur verbunden zu sein, erinnert sich der gebürtige Kölziner, der auch einen Verdacht habe. "Es existiert da jemand, mit dem gab es schon öfter Differenzen. Ich denke, dass es purer Neid war, der jetzt zu dieser ungeheuerlichen Tat führte", betont Strube, der u. a. auch einen Obst- und Gemüsehandel sowie einen Hofladen betreibt. Das Gehege habe bestens in das Betriebskonzept gepasst. Denn durch das Landwirtschaftsministerium seien Agrarerzeuger wie er angeregt worden, sich weitere Standbeine zu schaffen.

"Für viele meiner Kunden kommt jetzt noch die Enttäuschung hinzu, die sich als Weihnachtsbraten ein Stück Damwild bestellt hatten." In dem Wildgehege stecke sehr, sehr viel Arbeit und jede Menge Herzblut. Mit einem gezielten Anfüttern des Damwildes im Gehege und dessen Rückkehr rechnet sich Strube jedoch nicht allzu viele Chancen aus. "Die Wildkamera soll noch ausgewertet werden, um eine Bestätigung für meinen Verdacht zu bekommen. Das aufgebrochene Schloss wurde auch gefunden und Fingerabdrücke müssen noch ausgewertet werden", erklärt der Unternehmer weiter.

Die Ermittlungen nach dem oder den noch unbekannten Tätern unter anderem wegen Sachbeschädigung dauere noch an, bestätigte gestern Polizeisprecher Klaus Wiechmann von der Polizeiinspektion Ludwigslust auf SVZ-Nachfrage. Eine Beziehungstat dränge sich angesichts dieses ungewöhnlichen und noch nie dagewesenen Vorfalls auf. "Möglicherweise kennen sich Opfer und Täter tatsächlich", so Wiechmann.

Vandalen hätten ein Wildgatter zwischen Karft und Bantin aufgebrochen, so dass die Tiere entwischen konnten, hatten wir damals in unserem Blatt vermeldet. Laut Polizeiangaben knackten die Täter ein Zahlenschloss. Hierdurch konnten 50 Damwild-Tiere, davon zwei Hirsche, entlaufen.

Nun hofft Walter Strube auf sachdienliche Hinweise aus der Bevölkerung an die Polizeidienststelle in Boizenburg. "Dafür setze ich als Betroffener zur Aufklärung der Straftat eine Belohnung von 1000 Euro aus."

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