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Hagenower Kreisblatt

22. Oktober 2017 | 01:22 Uhr

Kapelle wird nun endlich saniert

vom
Aus der Redaktion des Hagenower Kreisblatt

Trauerfeiern künftig wieder in der Kapelle möglich

svz.de von
erstellt am 19.Jun.2014 | 10:43 Uhr

„Was lange währt, wird endlich gut“ – dieses Sprichwort passt ausgezeichnet auf die Sanierung der Friedhofskapelle in Kaarßen. Denn inzwischen hat sie nach jahrelangem Hin und Her begonnen. „Alles wird richtig schön“, freut sich Bettina Blankenhagen vom Bauamt und zählt die Maßnahmen auf, die durchgeführt werden.

Zum einen wird die Statik verbessert. So war der Ringanker nicht mehr in Ordnung und ein zusätzlicher Zuganker wird eingezogen. Die Elektrik und die Beleuchtung werden komplett erneuert und die ganze Fensterfront ist schon jetzt neu. Außerdem wird hier noch neu verputzt und das Gebäude bekommt innen und außen einen frischen Anstrich. Zusätzlich wird seitlich am Gebäude gepflastert und eine zweite Tür eingebaut, so dass sich die Situation bei künftigen Trauerfeiern umdreht. Sarg oder Urne stehen an der Fensterfront, die Trauergemeinde betritt den Raum durch die Seitentür. Nach der Trauerfeier kann dann die Tür in der Fensterfront geöffnet werden und der Sarg wird von hier zur Grabstelle getragen, die engsten Angehörigen folgen sogleich und müssen nicht durch die Bankreihen zur Eingangstür zurück. „Diese Idee brachte Manfred Nahrstedt ins Spiel und wir sind dem gefolgt“, so Blankenhagen.


Für Sanierung auch Mittel aus Strukturfond


Der Lüneburger Landrat wurde vom ehemaligen Landrat Franz Fiez nach Kaarßen eingeladen, um sich den Zustand der Kapelle anzuschauen. Der Besuch war erfolgreich für das Projekt. Nahrstedt machte aus dem Strukturentwicklungsfonds 16 000 Euro für die Sanierung locker.

Das Gebäude war zu DDR-Zeiten gebaut worden, steht nicht auf Kirchengrund und ist daher ein Gebäude der politischen Gemeinde. Für eine umfangreiche Sanierung war vor einigen Jahren in den Haushalt schon eine erkleckliche Summe eingestellt gewesen. Dann hörte man, die Kirchengemeinde wolle stattdessen das kleinere Torhaus sanieren und die Mitglieder des Bauausschusses verständigten sich darauf, für die Sanierung dieses kleineren, kircheneigenen Gebäudes einen Zuschuss von 30 000 Euro zu gewähren. Doch letztendlich setzte sich der Wunsch in der Kirchengemeinde durch, die Friedhofskapelle so wieder herzustellen, dass würdige Trauerfeiern möglich sind. Pastor Matthias Schieferdecker hatte vor über zwei Jahren abgelehnt, hier noch Trauerfeiern durchzuführen, weil der Zustand des Gebäudes das seiner Ansicht nach nicht mehr zuließ. Für die Trauerfeiern standen sowohl die Kirche als auch der Gemeinderaum zur Verfügung.

Nun wird also saniert, nicht so umfangreich, wie einmal vorgesehen, aber doch so, dass die Kapelle wieder einen ansprechenden Anblick bietet. Dafür hat die Gemeinde die 30 000 Euro umgewidmet, vom Landkreis kommen 16 000 Euro hinzu und von der Kirchengemeinde gingen bisher private Spenden von 5550 Euro bei der Gemeinde ein.

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