Hagenow : Kann Sperrmüll Erdgas ersetzen?

Die Geschäftsführung des Unternehmens mit Ute Näther-Uffmann und Carsten Uffmann.
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Die Geschäftsführung des Unternehmens mit Ute Näther-Uffmann und Carsten Uffmann.

Hagenower Unternehmen Biotherm lädt am 25. April zum Tag der erneuerbaren Energien nach Hagenow ein

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09. April 2015, 15:36 Uhr

Welchen Anteil hat ein alter Schrank an der Energiewende und am Klimaschutz? Können abgeschnittene Äste von Bäumen und Sträuchern Erdgas und Erdöl ersetzen? Diese und viele weitere Fragen beantworten am bundesweiten Tag der erneuerbaren Energien Mitarbeiter und Geschäftsführung des Hagenower Unternehmens Biotherm GmbH. Das Hagenower Unternehmen lädt am 25. April in der Zeit von 11 bis 15 Uhr alle interessierten Hagenower ein. Das Unternehmen betreibt ein Biomasse Heizkraftwerk in der Dr.-Raber-Straße.

„Wir verfeuern hier bei uns Altholz, Sperrmüll alte Möbel, Bau- und Abbruchholz, Transportpaletten. Wir dürfen hier Altholzarten der Klassen A1 und A2 mit geringer Belastung verbrennen. Es ist sinnvoll, dass dieses Altholz eine thermischer Verwertung erfährt“, erläutert Geschäftsführerin Ute Näther-Uffmann.

In jedem Jahr werden nach ihren Worten rund 70  000 Tonnen Altholz durch die Anlage gefahren. Das zu Hackschnitzeln geschredderte Holz wird in der Anlage in drei Kesseln verfeuert. Mit dem erzeugten Dampf wird einerseits eine Turbine im Biomasse-Heizkraftwerk angetrieben, die Strom produziert. Andererseits erzeugt das Unternehmen Prozessdampf, der an das Mecklenburger Kartoffelveredlungswerk, an Trolli und ein Hackschnitzel-Trocknungs-Unternehmen verkauft wird.

„Im Jahre 2010 haben wir das Kraftwerk in Hagenow erworben und entwickeln viele neue Ideen rund um das Thema erneuerbare Energien und Biomasse“, sagt Ute Näther-Uffmann weiter mit dem Hinweis, dass erneuerbare Energien nicht nur mit Windkraft und Solarstrom zu tun haben.

Am 25. April, dem Tag der offenen Tür, sind die Besucher in der Dr.-Raber-Straße 8 willkommen. Sie können sich ein Bild davon machen, dass Sperrmüll, energetisch verwertet, Erdgas oder Erdöl ersetzt. Dabei dreht sich alles um die Frage, welchen Anteil Biomasse am Klimaschutz und an der Energiewende haben. Neben dem Biomasse-Heizkraftwerk gibt es auf dem Firmengelände zudem eine moderne Anlage zur technischen Trocknung von Waldrestholzhackschnitzeln.

Den kompletten Beitrag finden Sie im e-paper Programm unserer Zeitung und natürlich in der Printausgabe am Freitag.

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