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Hagenower Kreisblatt

24. Oktober 2017 | 00:41 Uhr

Hagenow : Kampf um jede Unterschrift

vom
Aus der Redaktion des Hagenower Kreisblatt

Initiator der Hagenower Arbeitsgruppe gegen Gerichtsstrukturreform will sich beim Altstadtfest engagieren / Auch Aktive in Ludwigslust

von
erstellt am 05.Jun.2014 | 16:00 Uhr

Die Hagenower Arbeitsgruppe gegen die Gerichtsstrukturreform macht weiter. Obwohl die avisierten Unterschriftenzahl von 8000 bereits weit überschritten wurde, soll nun die 10 000er-Marke geknackt werden. „Wir wollen beispielsweise beim Altstadtfest präsent sein“, sagt der Initiator der Arbeitsgruppe Thomas Rehbein. Erst kürzlich hätten sich die zwölf Mitstreiter der Arbeitsgruppe getroffen und über weitere Aktionen beraten. „Es ist gut, dass dieses Mal auch Ulrich Görn aus Ludwigslust dabei war“, sagt Thomas Rehbein. Aus dem Bereich Ludwigslust hätten sie in den vergangenen Wochen auch schon die ein oder andere Unterschrift gezogen, sagt Rehbein über das Stimmen-Potential.

Görn ist Jugendgerichtshelfer in Ludwigslust und will Unterschriften-Aktionen in Ludwigslust – beispielsweise an Markttagen auf dem Alexandrinenplatz – ins Leben rufen. Zudem wolle er noch in der Verwaltung Unterschriften sammeln, fügt er hinzu. „Schade ist, dass es hier keine Arbeitsgruppe, kein gemeinsames Agieren gibt“, sagt Görn.

Angedacht ist zudem, auch die Oppositionsparteien wie die Linken oder die Grünen mit ins Boot zu holen. „Ich habe mit den Linken in Ludwigslust gesprochen und wir wollen nächste Woche einen Stand beim Alexandrinenplatz aufstellen“, sagt Ulrich Görn. Von 9 bis 13 Uhr wollen sie um Unterschriften gegen die Gerichtsstrukturrefom werben. Bedauerlich findet Görn, dass die Mitarbeiter im Gericht in ihrem Engagement doch sehr zurück haltend seien. „Die Gerichtsstrukturreform betrifft alle Menschen, denn mit weniger Amtsgerichtsstandorten wird den Bürgern erschwert, ihre eigenen rechtlichen Ansprüche durchzusetzen“, erläutert Ulrich Görn. So würden sich beispielsweise Verfahren verlängern und die Kosten insgesamt steigen, ist Görn überzeugt. Thomas Rehbein möchte seine Aktivitäten nicht nur auf die Region beschränken. Eventuell werde es auch noch eine gemeinsame Aktion mit Vertretern der Amtsgerichtsstandorte Grevesmühlen und Parchim geben. Auch in größeren Städten wie Schwerin, Rostock und Greifswald sieht Rehbein noch Kapazitäten beim Unterschriftensammeln. Zu Beginn der Sommerferien solle ein erstes Fazit gezogen werden. Rehbein geht davon aus, dass bis zu diesem Zeitpunkt etwa 90 000 Unterschriften da sein werden. Benötigt werden jedoch 120 000 Unterschriften für das Volksbegehren. „Ich kann mir nicht vorstellen, dass man bei dieser Zahl mit dem Engagement aufhört“, sagt Rehbein.

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