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Hagenower Kreisblatt

20. November 2017 | 20:22 Uhr

Kampf gegen Feuer, Hitze und Wind

vom

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erstellt am 24.Jul.2013 | 07:27 Uhr

Boizenburg | Gestern Nachmittag stieg eine riesige Rauchwolke über einem Getreidefeld in den Himmel über Rhedewiesen. Sie war das weit sichtbare Zeichen für eine nahende Katastrophe, vor der unsere Region Dank des schnellen und umsichtigen Handelns von Feuerwehrleuten unter Leitung von Udo Behnke verschont blieb.

Doch der Reihe nach: Gegen 15.30 Uhr brannten auf einem Feld an der Bahnstrecke ein Traktor und eine Strohpresse. 55 Kameraden aus fünf Wehren rückten aus, um die Flammen zu löschen. Für die Frauen und Männer aus Boizenburg, Bahlen, Gothmann, Schwartow und Schwanheide war es ein Kampf gegen das Feuer, die Hitze und den Wind. Dieser und die lang anhaltende Trockenheit ließen ein unkontrollierbares Ausbreiten der Flammen befürchten, erklärte Marita Bönning die Anzahl von zehn Einsatzfahrzeugen. Traktor und Strohpresse waren nicht mehr zu retten. Das Feuer hatte bereits auch geschätzte zwei Hektar des Ackers erfasst. Strohballen blieben unberührt, genauso wie das angrenzende Waldstück.

Es gelang, ein Übergreifen der Flammen mit Löschwasser und eingesetzten "Patschen" zu verhindern, berichtete die Pressesprecherin der Boizenburger Schwerpunktwehr. Rund zwei Stunden waren die Feuerwehrleute unter der sengenden Sonne in Aktion. Ein Kamerad erlitt während des Einsatzes einen Schwächeanfall. Er kam mit einem Rettungswagen in ein Krankenhaus. Eine Anwohnerin äußerte sich am Rande des Geschehens sehr verärgert über die vielen Gaffer, die mit ihren Fahrzeugen beinahe den schmalen Weg derart versperrten, dass die heraneilenden Einsatzkräfte nur mit Mühe den Ort des Brandes erreichen konnten.

Als mögliche Ursache für die Flamen vermutet die Polizei, dass sich bei einem Steinschlag Funken gebildet haben können und den Brand auslösten. Ersten Schätzungen zu Folge beträgt der entstandene Sachschaden etwa 230 000 Euro.

Für die Kräfte aus Boizenburg war es gestern übriges die zweite Brandbekämpfung. 5.13 Uhr hatte sie die Einsatzleitstelle bereits schon einmal alarmiert. Der Grund war ein Containerbrand in der Breitscheidstraße an der Grundschule "An den Eichen". Nach einer Auskunft des stellvertretenden Ortswehrführers Udo Behnke, rückten neun Kameraden mit einem Einsatzfahrzeug aus. Sie hatten das Feuer schnell bekämpft. Unter der Leitung des Zugführers Jens Bönning meldeten sie etwa eine halbe Stunde später wieder ihre volle Einsatzbereitschaft. Von vorsätzlichen Brandstiftung wollte Udo Behnke auf eine Nachfrage unserer Redaktion nicht sprechen, eine solche aber auch nicht ausschließen.

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