Darchau : Kaffee und Torten seit 25 Jahren

Drei Generationen vom Elbcafé: Heidemarie von Rautenkranz, Enkelin Dorothea und Tochter Ulrike als aktuelle Betreiberin des Cafés.
Drei Generationen vom Elbcafé: Heidemarie von Rautenkranz, Enkelin Dorothea und Tochter Ulrike als aktuelle Betreiberin des Cafés.

Verwandte rieten damals dazu, ein Café zu eröffnen / Jubiläum soll am kommenden Sonntag im Innenhof gefeiert werden

23-11367780_23-66107384_1416391961.JPG von
18. August 2015, 19:39 Uhr

„Oma, so rum oder so rum?“ Dorothea fragt Heidemarie von Rautenkranz, wie sie die beiden Kuchentabletts halten soll, damit die aufgemalten Ziffern eine 25 ergeben. Denn seit 25 Jahren gibt es das Café „Zur Elbe“ in Darchau. „Als wir neu anfingen, da hing über der Eingangstür noch das alte Blechschild. ,Gasthof zur Elbe‘ stand drauf und so haben wir unser Café dann genannt. Das ist quasi der offizielle Name. Im Volksmund hält sich aber hartnäckig der Name ,Café Rautenkranz` und der ist ja auch sehr schön“, erklärt Heidemarie von Rautenkranz.

Der Gasthof wurde bis ins Jahr 1952 hinein geführt, bis der Rat des Kreises in Hagenow den Betrieb von Gaststätten so dicht an der innerdeutschen Grenze untersagte. Die Gebäude wurden von der LPG genutzt, selbst im große Raum im Haupthaus wurde Getreide gelagert. „Es gab da so schöne Leinentapeten, die dann im Laufe der Jahre von den Mäusen angefressen wurden. „Zur Konfirmation meiner Tochter haben wir den Raum zum ersten Mal wieder genutzt, und mein Mann und ich haben mit verschiedenen Tapetenresten so gut es ging alles renoviert“, so Heidemarie von Rautenkranz.

Kurz nach der Wende kam Besuch von einem Cousin und seiner Frau aus Maschen. Die brachte die Familie auf die Idee, doch ein Café zu eröffnen. Macht das, das wird laufen! Heidemarie von Rautenkranz arbeitete damals in der Apotheke in Neuhaus. Publikumsverkehr war sie gewohnt, backen hatte sie von ihrer Mutter gelernt, die eine leidenschaftliche Kuchenbäckerin war und bis ins hohe Alter eine Sonntagstorte backte. So wurde am 18. August 1990 das Café eröffnet. „Wir sind da so langsam hineingewachsen“, erinnert sich Heidemarie von Rautenkranz. Sie führte das Café und die beiden Kinder Ulrike und Sven sowie Ehemann Franz von Rautenkranz, der vor zweieinhalb Jahren viel zu früh verstarb, und Schwiegermutter Gisela halfen mit, besonders an den Wochenenden und zu besonderen Ereignisse, wie dem Sommersingen, der Eiswetteveranstaltung oder den Adventsmärkten . „Da hat nie einer gemurrt und besonders mein Mann war mit Leib und Seele dabei.“

Für Ulrike von Rautenkranz war immer klar, dass sie den Betrieb irgendwann übernehmen wird. Besondere Umstände führten dazu, dass die Übernahme dann doch ziemlich bald erfolgte. Seit dem 1. Januar 2014 ist sie die „Chefin“. Und Tochter Dorothea will später auch mal „Chefin“ werden.

Das Jubiläum soll natürlich gefeiert werden. Im Hof wird für den kommenden Sonntag (14 bis 18 Uhr) alles vorbereitet. Das Wetter soll gut werden. Die Kaarßener Blaskapelle wird spielen und Gratulanten und Gäste sind herzlich willkommen. Es gibt außer den selbstgebackenen Kuchen auch Deftiges und günstige „Geburtstagspreise“. Wer sich darüber freut, gibt vielleicht noch ein kleine Spende für den Neuhauser Hort „Die Schulhofspatzen“.

zur Startseite

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Diskutieren Sie mit.

Leserkommentare anzeigen