Deutscher Teilung gedacht : (K)ein Regenbogen über der Elbe

Eine Wasserkuppel symboliserte an der Lauenburger Hafenspitze die Grenzüberschreitung.
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Eine Wasserkuppel symboliserte an der Lauenburger Hafenspitze die Grenzüberschreitung.

Feuerwehrleute aus Ost und West erinnerten mit einem besonderen Löscheinsatz an das Ende der deutsch-deutschen Teilung vor 25 Jahren

svz.de von
23. Juli 2014, 12:00 Uhr

Ein Einsatz der ehrenamtlichen Lebensretter aus Boizenburg bleibt dem Ortswehrführer Reinhold Tiede wohl noch lange in freundlicher Erinnerung. „Das Gros unserer Aufträge ist in der Regel schon anstrengend, aber irgendwie Alltagsgeschäft, manche führen uns bis an die Grenze der physischen und psychischen Belastbarkeit, doch diese Aktion machte allen einfach nur Freude“, meinte Reinhold Tiede.

„Regenbogen 2014“, lautete das Stichwort eines besonderen Löscheinsatzes, den beinahe 40 Feuerwehrleute aus Boizenburg, Nostorf und Lauenburg am Hafenkopf in Nähe der Hitzler Werft durchführten. Hier galt es, keinen Brand zu bekämpfen.

Die Feuerwehrleute aus Ost und West wollten gemeinsam mit ihren Wasserschläuchen für ein paar Minuten eine so genannte Wasserkuppel entstehen lassen, die an der Elbe symbolisch die Grenze überschreitet. Lauenburg war eine von 15 Grenzübergängen entlang des ehemaligen „Eisernen Vorhangs“. Wie Reinhold Tiede sagte, gab es da an einigen Stellen sogar einen grenzüberschreitenden Regenbogen.

„Bei uns war das leider nicht der Fall, weil das Wetter nicht mit spielte“, sagte er und fügte hinzu, dennoch sehr gerne mit dabei gewesen zu sein.

Denn in diesem Fall unterstützten die Feuerwehrleute den Oberpfälzer Künstler Alois Öllinger. Im November 1989 fiel der „Eiserne Vorhang“. Aus diesem Anlass fand 1999/2000 und 2004 eine grenzüberschreitende und völkerverbindende Kunstaktion „Regenbogen“ statt. Alois Öllingers Regenbögen sind ein Zeichen der Hoffnung und Versöhnung. Zwischen Lübeck und Triest machten seinerzeit Feuerwehren aus zwölf Grenzorten mit und schufen so ein Gesamtkunstwerk auf einer Länge von mehr als 3000 Kilometern.

Im 25. Jahr nach dem Ende der deutsch-deutschen Teilung war Lauenburg einer von 15 Orten, und Boizenburg war gern mit dabei.

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