Melkhof : Junger Verein kämpft für alten Park

Christian Haupt heftet  den Flyer zum kommenden Flohmarkt an die Info-Tafel am Eingangsbereich des Parks.   Fotos: Thorsten Meier
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Christian Haupt heftet den Flyer zum kommenden Flohmarkt an die Info-Tafel am Eingangsbereich des Parks. Fotos: Thorsten Meier

Melkhof lädt am kommenden Sonntag zum Flohmarkt/Teil der Erlöse sollen der Pflege des örtlichen Kreiskulturdenkmals zugute kommen

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13. August 2015, 07:52 Uhr

„Für künftige Pflegemaßnahmen wollen wir uns endlich  eigene Maschinen  wie Motorsense oder andere Mähtechnik anschaffen. Dafür sollen die Einnahmen mit verwendet werden“, erklärt Christian Haupt. Der 37-Jährige ist seit drei Jahren erster Vorsitzender des Fördervereins „Park Melkof“ e. V., der 2011 aus der Taufe gehoben worden ist.   Momentan zählt er 55 Mitstreiter. Der gebürtige Schneeberger, der seit 1985 in Melkhof beheimatet ist, freut sich riesig auf den kommenden Sonntag. Am 16. August soll nämlich  in der Zeit  von 10 Uhr bis 16 Uhr auf dem Parkplatz der Gaststätte „Zur Kutsche“ der alljährliche Flohmarkt stattfinden. Der wird vom Förderverein organisiert, um auf den rund 8,2 Hektar großen Englischen Landschaftspark im Ort aufmerksam zu machen. In der Kreisdenkmalliste taucht dieser als  solches bereits  seit 1771 in den Karten auf.

Haupt, der sich beruflich seine Brötchen als Ausbilder im Kfz-Handwerk im Kreis Herzogtum-Lauenburg verdient, berichtet im SVZ-Gespräch auch über bisherige Projekte: demnach seien  2013 Ausgleichspflanzungen vorgenommen worden. „Es gab damals weit über 200 Neupflanzungen verschiedener Bäume, Heister und Sträucher. Im Jahre  2014 startete der Wegeneubau, um den Rundweg wieder zu schließen“, erinnert sich der Vorsitzende. Als  angestrebte Projekte nennt er die  Renaturierung des Priesterteiches im Park sowie das Anlegen eines Lehrpfades. „Ich persönlich möchte mich noch bei allen Vereinsmitgliedern bedanken, die regelmäßig zu den Arbeitseinsätzen anwesend sind. Ein besonderer Dank gilt  Alwin Lau, weil er  regelmäßig den Rundweg mäht.“

Für den Flohmarkt, der allen offenstehe,  werde eine Standgebühr von fünf Euro erhoben. Auch ein Spendentopf werde aufgestellt. „Es wird einen Kaffee-Kuchen-Basar geben“, zählt  Haupt weiter auf.  Ihm und seinen Mitstreitern liegt die Zukunft des Areals sehr am Herzen. Haben nach der Wende ABM-Kräfte den Park fleißig aufgearbeitet, so sei das Bemühen später jedoch wieder eingeschlafen, weil es der Gemeinde an Geld gemangelt habe. Über  Leader  wurde übrigens in den letzten beiden  Jahren auch Geld aus der EU verbaut. Für die Schaffung eines Eingangsbereiches von der Parkstraße mit neuer Wegeführung zum bestehenden Parkwegenetz. 

Für die Melkofer sei der Park auch Teil ihres Lebens, er gehöre einfach dazu, betont  Haupt, der zusammen mit seinen Leuten dranbleiben will, an der Erhaltung und Bewahrung dieses grünen Refugiums. Denn aus fast jeder Familie des 200-Seelendorfes ist jemand Mitglied in seiner Truppe, die sich notfalls auch mal kämpferisch gibt.  Haupt: „Die gemeinsame Arbeit am Park verbindet und motiviert zugleich. Jeder Euro hilft uns, weiterzumachen.“

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