Hagenower Heimatmuseum: Erste Ausstellung soll im Mai eröffnen : "Jetzt muss Leben ins Museum"

<strong>Das Herzstück im Museum:</strong> die  Dampfmaschine aus dem Hagenower Sägewerk. Foto: kahe
Das Herzstück im Museum: die Dampfmaschine aus dem Hagenower Sägewerk. Foto: kahe

Sekt zum Abschied und zum Neubeginn: Feierlich wurden gestern die Handwerker von der Großbaustelle in der Langen Straße verabschiedet. Gut zwei Jahre hat die Sanierung des denkmalgeschützten Hauses gedauert.

svz.de von
01. März 2013, 10:57 Uhr

Hagenow | Sekt zum Abschied und zum Neubeginn: Feierlich haben gestern Hagenows stellvertretender Bürgermeister Erik Hofmann und Museumsdirektor Henry Gawlick die Handwerker von der Großbaustelle in der Langen Straße verabschiedet. "Keiner kennt dieses Haus so gut wie Sie", sagte Henry Gawlick an die Bauarbeiter gewandt. Und doch sei er froh, dass sie "jetzt endlich raus sind" und die Zeit des Einräumens beginne. "Es liegt nun an uns, das Heimatmuseum im besten Sinne wieder in die Stadt und ins Volk zurückzuholen."

Gut zwei Jahre hat die Sanierung des denkmalgeschützten Hauses gedauert. Das Dach ist jetzt mit roten Tonziegeln gedeckt, die Wände sind mit Lehm verputzt, die Fenster den historischen Originalen nachempfunden. "Nach außen wirkt alles alt und nach innen hochmodern", sagt Planer und Bauüberwacher Thomas Bürger aus Viez. Während seine Frau Elke am Schreibtisch die Planung übernahm, war er mindestens zwei Mal in der Woche draußen vor Ort. Die größte Herausforderung sei der enge Kostenrahmen gewesen, sagt er. So hätten sich allein bei der Fachwerksanierung die Mengen unverhofft verdoppelt, weil große Flächen vom Hausschwamm befallen waren. Letztlich hätten sich die Kosten aber nur verschoben, weil anderswo größere Reserven eingeplant waren.

Etwa 1,1 Millionen Euro stecken in dem Umbau. Davon kommen 700 000 Euro aus dem Städtebaufördertopf, 240 000 Euro von der Stadt und der Rest von Stiftungen und privaten Spendern. Erik Hofmann von der Stadtverwaltung spricht von einer Investition in "einen bedeutenden kulturellen Anziehungspunkt der Altstadt" und hofft auf mehr Besucher, die nicht zuletzt auch durch die neue Tourist-Information im Eingangsbereich des Museums angelockt werden sollen. Ab heute ist die Stadtinfo täglich, außer montags und am Wochenende, von 9 bis 17 Uhr geöffnet. Museumsleiter Gawlick, der anfangs den Einzug der Stadt-Info mit großer Skepsis sah, freut sich auf die Zusammenarbeit. "Wir haben in der alten Toreinfahrt einen sehr schönen Eingangsbereich. Hier wird es unsere Eintrittskarten geben und hier hängen neben den Touristikkarten auch schon die ersten Infotafeln zum Museum. Zudem würden die Kolleginnen am Einlass auch Serviceleistungen für das Museum übernehmen.

Für Gawlick und sein Team beginnt jetzt die eigentliche Arbeit. Dokumente sichten, Fakten notieren, Exponate einräumen... Zum Weltmuseumstag am 12. Mai sollen die ersten Räume für die Besucher geöffnet werden: Dann kann man sich im alten Wohnhaus des Ratsdieners Rick und in der benachbarten Werkstatt umsehen.

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