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Hagenower Kreisblatt

14. Dezember 2017 | 05:30 Uhr

Wittendörp : „Jedes Loch ist großer Mist“

vom
Aus der Redaktion des Hagenower Kreisblatt

Nach Schnee und Eis: Gemeinde Wittendörp erarbeitet derzeit Prioritätenliste für kaputte Straßen

svz.de von
erstellt am 03.Feb.2016 | 11:45 Uhr

„In den letzten zwei Jahren ist die Instandhaltung der Straßen in unserem Gemeindegebiet vernachlässigt worden“, schätzt Bernd Ankele, Bürgermeister von Wittendörp, selbstkritisch im SVZ-Gespräch ein. Das habe teils an fehlenden Finanzen gelegen, sei aber auch einer gewissen Verdrängung geschuldet. „Wenn das Thema bei den Gemeindevertretern zur Sprache kommt, könnte man den Eindruck gewinnen, das sei nicht so vorrangig. Aber die Löcher auf den Fahrbahnen werden größer und kosten von Jahr zu Jahr mehr Geld.“ In der Vergangenheit sei zwar einiges neu gemacht worden, aber viele löchrige Straßen in der gesamten Gemeinde warteten darauf, beseitigt zu werden. Man könne nicht mal einzelne Brennpunkte benennen, weil der Bedarf riesig sei. „Wir müssen im Notfall andere Vorhaben streichen, denn verkehrssichere Straßen sind nun mal Pflichtaufgabe der Gemeinde.“ In Harst am alten Feuerwehrhaus gäbe es beispielsweise eine große Kuhle, von bis zu 50 Zentimetern Tiefe. „Wer da reinrauscht, macht sich unter gewissen Umständen sein Auto kaputt.“

Auch seien marode Bankette ein enormes Thema im Gemeindegebiet, berichtet Ankele weiter. „Jedes Loch ist großer Mist. Ich kann auch den Ärger der Anwohner verstehen. Aber wir sind nun mal auch in der Zwickmühle, zu entscheiden, was Priorität hat. Dafür wird derzeit eine Liste erarbeitet.“

Rund 30 000 Euro seien für dieses Jahr im Haushalt eingestellt worden, um die Straßensanierung voranzutreiben. Für Ankele höchstens ein Tropfen auf dem heißen Stein. „Das wird vorne und hinten nicht reichen, um alles zu machen. Denn für die Straßen-Neubauplanung in Tessin haben wir alleine schon 10  000 Euro vorgesehen. Ausflicken kostet auf lange Sicht nämlich mehr Geld.“ Als weiteres Problem nennt Ankele die Lichtraumprofile der Straßen, die in den letzten Jahren ebenfalls vernachlässigt worden seien. „Dank einiger hilfsbereiter Landwirte konnten wir einiges wegschneiden und sofort entsorgen. Doch wir müssen uns 2016 auch dieses Themas dringend annehmen. Für das Frühjahr bekommen wir das wegen der Ausschreibung nicht mehr hin. Doch im Herbst müssen wir da ran.“

Einige Busunternehmen hätten bereits Angst, sich an den unbeschnittenen Straßenbäumen und deren herausragenden Ästen die Fahrzeuge kaputt zu fahren. In einem Dorf wolle die Müllabfuhr sogar schon nicht mehr den Inhalt der Tonnen entsorgen, weil die Straßen einfach nur noch miserabel seien.

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