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21. Eiswette zu Darchau : Januarspaß an der eiskalten Elbe

vom
Aus der Redaktion des Hagenower Kreisblatt

Eiswette in Neu Darchau am Sonnabend aufgelöst / Ost-West-Wette mit sehr guter Beteiligung/ 231 Wetter sind jetzt „Eisheilige“

von
erstellt am 30.Jan.2017 | 16:55 Uhr

Zugegeben, mit etwas gutem Willen war in diesem Jahr etwas Eis in der Elbe zu sehen. Allerdings nur ganz am Rand, im Uferbereich. Dennoch fand natürlich eine der beliebtesten aber auch ausgelassensten Veranstaltungen an der Elbe wieder statt: Die Darchauer Eiswette. Zum 21. Mal passierte das Ganze und wieder mit rekordverdächtiger Beteiligung. Denn schon Wochen zuvor müssen die Teilnehmer sich entscheiden, ob „de Elv geiht“ oder ob „de Elv steiht“. Letzteres wäre bei einer starken Eisdecke der Fall gewesen, doch die war trotz Bilderbuchwetters auch in diesem Jahr nicht einmal im Ansatz in Sicht. Und somit dürfen sich alle diejenigen, die auf „geiht“ getippt hatten nun Eisheilige nennen. Das sind immer 231 Menschen auf beiden Seiten der Elbe. Insgesamt hatten sich 321 Wetter mit einem kleinen Einsatz in diesem Jahr beteiligt. Das liegt im Rekordbereich, im vergangenen Jahr waren es 329 Wett-Teilnehmer gewesen.

Doch Zahlen sind bei dem Heidenspaß, den alle Beteiligten haben, fast Nebensache. Nur in einem Punkt ist das nicht egal, denn der Erlös der Aktion geht an Jugendgruppen in Darchau und Neu Darchau. Jörg Neben, der Sprecher das Eisrates, verkündete dann auch, dass auch in diesem Jahr zwischen 1200 und 1300 Euro ausgezahlt werden können. Damit würde die Summe, die in all den Jahren insgesamt ausgezahlt wurde, auf mehr als 20 000 Euro steigen. Für eine simple Wettgeschichte keine schlechte Entwicklung.

Entstanden ist die Eiswette in der Winterzeit des Jahres 1995. Seinerzeit spielte Jörg Neben mit seinen Mitstreitern in einer zugefrorenen Kuhle in Neu Darchau Eishockey. Im Anschluss an diese sportliche Betätigung wurde in einer wärmenden Kneipe bei dem einen oder anderen Getränk die Geburtsstunde der Eiswette beschlossen. Ziel ist es von je her, beide Seiten der Elbe näher zusammen zu bringen und gemeinschaftlich und einträchtig zu feiern. „Denn schließlich müssen wir es uns immer wieder aufs Neue in unser Bewusstsein rufen, welch großes Glück uns durch die Maueröffnung widerfahren ist“, sagt Jörg Neben. Er erinnert sich noch genau an die erste Eiswette, bei der lediglich 28 Teilnehmer verzeichnet werden konnten. Die Tradition der Eiswette ebbt nicht ab, ganz im Gegenteil.

Beweis war das Treiben, das dieses Jahr auf der westlichen Seite in der Gaststätte in Neu Darchau stattfand. Das Haus war brechend voll, die Stimmung gut. Dafür sorgten nicht zuletzt die Jungs der Band „Just for Fun“, deren Name gleich das Motto des Tages war. Und im nächsten Advent kommt dann die 22. Eiswette, vielleicht steht die Elbe ja im nächsten Jahr. Doch dafür muss es lange sehr kalt sein.

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