zur Navigation springen

Bürgermeisterwahl Boizenburg : Jäschke ist eindeutiger Wahlsieger

vom
Aus der Redaktion des Hagenower Kreisblatt

Harald Jäschke bleibt Bürgermeister von Boizenburg / 79,67 Prozent der Stimmen entfielen auf ihn / Wahlbeteiligung nur bei 33,35 Prozent

von
erstellt am 12.Okt.2014 | 20:23 Uhr

Harald Jäschke bleibt Bürgermeister von Boizenburg. Das 58 Jahre alte parteilose Stadtoberhaupt wurde gestern nach dem vorläufigen Ergebnis mit 79,67 Prozent der gültigen Stimmen für weitere sieben Jahre gewählt.

Gegenkandidat Rainer Knaak kam dahinter abgeschlagen auf 14 Prozent, der dritte Einzelbewerber, Karl-Heinz Behrens aus dem niedersächsischen Ganderkesee, erzielte 6,3 Prozent.

Die Wahlbeteiligung erreichte mit 33,35 Prozent ein historisches Tief. Bei der Wahl im Oktober 2007 lag sie noch bei rund 48,7 Prozent. Das heißt, dass die große Mehrheit der Boizenburger Wahlberechtigten nicht von ihrem Wahlrecht Gebrauch machte. Von den insgesamt 9240 zugelassenen Wählern gingen gestern gerade einmal 3082 in die Wahllokale.

Jäschke, der zum dritten Mal für das Bürgermeisteramt in Boizenburg kandidierte, übertraf das Ergebnis von vor sieben Jahren. Damals gewann er ebenfalls mit deutlichem Vorsprung mit über 70 Prozent.

Der neue und alte Bürgermeister verfolgte mit seiner Familie und Freunden die Auszählung der Wahlbezirke an einer Videoleinwand im Rathaus. Er nannte die geringe Wahlbeteiligung für eine Personenwahl erschreckend. Der Wahlkampf sei sehr leise geführt worden. Wahrscheinlich habe das mit dazu beigetragen, dass die viele Wahlberechtigte zuhause geblieben seien.

Zu seinem Abschneiden sagte Jäschke: „Ich freue mich sehr über dieses Ergebnis“. Die Wähler hätten anerkannt, dass er in der Stadt angekommen sei. Er wolle sich jetzt sogar noch mehr als bisher für die Stadt einsetzen.

Behrens äußerte sich enttäuscht über seine wenigen Stimmen. Er hätte sich etwas mehr erhofft, sagte der 59 Jahre alte Handelsfachwirt. Das sei aber nun mal Demokratie, damit müsse man leben. Behrens schloss nicht aus, dass der Umstand, nicht aus Boizenburg zu kommen, sich möglicherweise negativ auf sein Abschneiden bei der Wahl ausgewirkt haben könnte. Für Jäschke habe gesprochen, dass er in der Stadt einen Amtsbonus habe und schon zwei Perioden dort stramm im Rathaus sitze. Er gönne Jäschke aber das Ergebnis, fügte Behrens hinzu. Es sei ein fairer Wahlkampf gewesen. Kritisch äußerte auch er sich zur mageren Wahlbeteiligung. Er hätte einen stärkeren Zuspruch erwartet. Der 42 Jahre alte Rainer Knaak aus Boizenburg sah sein Ergebnis gelassen. „Ich hatte eine Außenseiterchance und bin daher nicht enttäuscht. Die Boizenburger wollten behalten, was sie haben“, sagte er.

zur Startseite

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Kommentare

Leserkommentare anzeigen