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Zarrentin : Ist die Zeit nun reif für ein Vollzeit-Stadtoberhaupt?

vom
Aus der Redaktion des Hagenower Kreisblatt

Zarrentins Vize-Bürgermeister Hermann Cechini sagt ja/Kreis-Rechtsaufsicht meint: „Ist nicht unmöglich.“

von
erstellt am 06.Feb.2015 | 15:44 Uhr

Immer mal wieder wird in der Schaalseestadt mehr oder weniger öffentlich darüber nachgesonnen, ob es nicht an der Zeit wäre, aus dem bisherigen Ehrenamt des Bürgermeisters einen Vollzeit-Job zu machen. Der erste stellvertretende Bürgermeister, Hermann Cechini, ist der Auffassung, dass man diesen Schritt endlich gehen solle.

„Wir entwickeln derzeit jede Menge Zukunftsvisionen für unsere Stadt. Egal, ob neues Gewerbegebiet oder Schulcampus. Wir wollen uns noch besser aufstellen. Dafür brauchen wir die Wirtschaft. Dafür müssen wir vor allem aber auch erreichbar sein. Allein im Januar gab es täglich bis zu drei Gesprächstermine“, sagt der 69-Jährige. Der maßgebliche Ansprechpartner, nämlich der Bürgermeister, müsse täglich für Geschäftsleute wie auch Behörden Zeit haben. Das sei jedoch nur mit einem hauptamtlichen Stadtoberhaupt möglich, das auch außerhalb Termine wahrnehmen könne. „Zur Zeit ist es aber so, dass der amtierende Bürgermeister Klaus Draeger nur einmal pro Woche, jeden Dienstag von 15 bis 18 Uhr, Bürozeit hat. Ehrenamt ist ja gut und schön: Aber drei Stunden pro Woche reichen bei weitem leider nicht mehr aus, um sich um alle Belange der Stadt kümmern zu können. Zarrentin und seine Ortsteile haben mittlerweile etwa 5100 Einwohner. Ab 5000 wäre ein hauptamtlicher Bürgermeister möglich. Das sollten wir nun über die Verwaltung abprüfen lassen, ob dies nicht auch für uns machbar ist.“ Er, Cechini, werde sich jetzt schon mal schlau machen, um seine Recherchen in die zuständigen Gremien zu tragen. Ziel sei ein dementsprechender Beschluss der Stadtvertretung und die Einfügung in die Satzung, wenn die rechtlichen Voraussetzungen gegeben sein sollten. „Die Institution Bürgermeister ist doch viel besser angesehen, wenn das hauptamtlich gemacht wird. Die Wahrnehmung des Amtes ist so viel größer. Ein Bürgermeister muss seine Stadt jederzeit repräsentieren können. Das ist jedenfalls meine ganz persönliche Auffassung.“

Diese hat zu dem Thema auch der Bürgermeister von Gallin: „Letztendlich entscheidet das ja die Zarrentiner Stadtvertretung“, sagt Klaus Dieter Müller aus der Nachbargemeinde auf SVZ-Nachfrage. Einen hauptamtlichen Bürgermeister installieren, das habe die Schaalseestadt schon lange vorgehabt. „Aber die Frage der Verwaltung muss vor allem geklärt werden. Wir als Galliner wollen, dass unsere Selbstständigkeit erhalten bleibt. Ein Ortsteil von Zarrentin wollen wir nicht werden. Wir können auch so langfristig überleben. Ich sehe aber ein, dass es angesichts der Bevölkerungszahl von Zarrentin im Ehrenamt auf Dauer nicht mehr zu packen ist.

Den kompletten Beitrag finden Sie im e-paper Programm unserer Zeitung und natürlich in der Printausgabe am Sonnabend.

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