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Sonnige Aussichten für Strohkirchen : Investor plant großen Solarpark

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Ein Investor plant einen großen Solarpark in Strohkirchen. Aus der ursprünglich geplanten Leistung von acht Megawatt wird allerdings nichts. Ende April will die Gemeindevertretung endgültig darüber abstimmen.

svz.de von
erstellt am 03.Apr.2013 | 10:03 Uhr

Hagenow | Sonnenenergie aus Strohkirchen: In der Gemeinde könnte bald ein großer Solarpark entstehen. Auf 13,3 Hektar Ackerfläche nahe Bahnlinie und Wald plant ein Investor eine Anlage, die einmal 2,4 Megawatt Strom liefern soll. Ende April will die Gemeindevertretung endgültig darüber abstimmen. Danach sei laut Janine Holz vom Bauamt Hagenow-Land sofort eine Baugenehmigung möglich.

Strohkirchens Bürgermeisterin Bärbel Romanowski reagiert positiv auf das Vorhaben. "Wir werden dem Projekt keine Steine in den Weg legen", sagt sie auf Nachfrage. Für den Ackerbau sei der Boden dort sowieso nicht so ertragreich. Und: "Erneuerbare Energie aus der Sonne ist uns lieber, als aus Biogasanlagen." Schließlich hätten sie keine großen Transporte oder ähnliche Belästigungen zu erwarten. Nur in der Bauphase rollen einige Laster durch den Ort.

Zudem hofft die Bürgermeisterin auf Gewerbesteuereinnahmen, sollte der Investor CIC Energie Solutions aus Regensburg sein Vorhaben hier anmelden. Das ist das Ziel von Geschäftsführer Jörg Steinmann. Er will sich um einen Steuersitz im Amt Hagenow-Land bemühen.

Aus dem einst geplanten Bürgersolarpark wird allerdings nichts. Denn die Maximalleistung der Anlage hat sich während der Vorplanungsphase drastisch reduziert. Bis zu acht Megawatt wären auf der Fläche in Strohkirchen möglich gewesen. Doch Auflagen schränken das ein. Laut Jörg Steinmann müsste mehr Abstand zum Wald gehalten werden, als ursprünglich gedacht. Durch den Korridor für Wildtiere bliebe noch eine Leistung von vier bis fünf Megawatt. Und selbst die wird noch begrenzt, weil in der Nähe des Parks nur 2,448 Megawatt in die Trasse des Energieversorgers Wemag eingespeist werden können. Im Umspannwerk in Hagenow wäre mehr möglich gewesen, sagt Jörg Steinmann. Bis zu 9,5 Megawatt. Das hätte allerdings einer zehn Kilometer langen Trasse bedurft. "Zu lang", so der Geschäftsmann. Ein Umkreis von einem Kilometer sei tragbar. Aufwändige und langwierige Buddelaktionen wie zuletzt vom Bandenitzer Solarpark in Richtung Hagenow sind dementsprechend nicht zu erwarten.

Der Investor rechnet mit einem schnellen Baustart nach dem Satzungsbeschluss der Gemeinde Ende April. Innerhalb von zwei Monaten würden die knapp 10000 Module dann stehen. Der Strom könnte schon im Juli oder August über die beiden drei Meter hohen Wechselrichtungs-Stationen eingespeist werden - Sonnenenergie für etwa 1000 Haushalte.

Sorge bereitet der Bürgermeisterin Bärbel Romanowski nur die Ausstattung ihrer Feuerwehr. Mitunter reichen die technische Grundausstattung und der bisherige Löschteich nicht aus für einen Notfall im Solarpark, vermutet sie. "Da müssten wir gegebenenfalls noch was anschaffen. Und unsere Haushalte sind ja alle nicht die besten."


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