zur Navigation springen

Internet: Amt Zarrentin fragt nach : Internet-Bedarf wird jetzt ermittelt

vom

Das Amt Zarrentin startet eine Fragebogenaktion unter Gewerbetreibenden und privaten Haushalten zur Internetversorgung und erhofft sich Fördergelder.

svz.de von
erstellt am 11.Okt.2012 | 10:49 Uhr

Zarrentin | Ohne eine hochleistungsfähige wie breitbandige Internetversorgung haben es besonders Unternehmen in der Region schwer, am Markt zu bestehen.

"Modernes Internet ist mittlerweile ein wesentlicher Faktor für Gewerbeansiedlungen", betont Dirk Schiewer, seines Zeichens Leiter des Zarrentiner Fachamtes für Bau, Regionalentwicklung und Ordnungsangelegenheiten. Aus diesem Grunde habe sein Amt einen Umfragebogen, der auf einem Wirtschaftsförderertreffen initiiert worden sei, erweitert, um nicht nur Gewerbetreibende zu erreichen, sondern auch alle Privathaushalte. Auf der Homepage des Amtes stünde der Fragebogen bereits zur Verfügung. Im Kommunalanzeiger werde er am kommenden Freitag, dem 12. Oktober, veröffentlicht. "Wir bitten um eine Rücksendung der Bögen auf postalischem Wege oder auch als Mail übers Internet", sagt Schiewer und ist sich sicher, dass besonders private Haushalte von dem Vorhaben profitieren würden. "Wir brauchen eine repräsentative Meinung und bitten deshalb um größtmöglichste Beteiligung."

Ähnlich sieht es auch Jens Engel, zuständig für Bauordnungs- und Bauplanungsrecht, Hausnummernvergabe sowie Wirtschaftsförderung im Amt.

"Wir müssen unbedingt den Bedarf nachweisen, um eventuell in den Genuss der Förderung zu kommen." Den Versorgungsgrad im Amtsbereich bezeichnet Engel als "durchwachsen". Und berichtet weiter: "Es gibt Regionen, die gar nicht versorgt sind und solche, wie beispielsweise der Mega-Park, Zarrentin sowie die Gemeinden Lüttow-Valluhn und Gallin, die bereits mit vier bis 16 Mbit/s Übertragungsraten aufwarten. Und es gibt Anbieter, die bis zu 50 Mbit/s erreichen. Die Förderrichtlinie des Landes sagt aus, dass ein Bereich als versorgt gilt, wenn zwei Mbit/s anliegen. Das ist längst nicht mehr zeitgemäß. Diese Leistung kann mit Funkanbietern erreicht werden, aber je mehr sie nutzen, um so schneller bricht das Datennetz zusammen. Besonders vor und an den Wochenenden." Lüttow-Valluhn und Gallin seien beispielsweise über den Gemeindeumbau durch die Telekom mit DSL versorgt worden, berichtet Engel. 237 421 Euro seien insgesamt investiert worden. Die Wirtschaftlichkeitslücke von 205 280 Euro habe das Land mit 90 Prozent getragen, die Gemeinden mit zehn Prozent. Die öffentliche Hand habe 184752 Euro beigesteuert und beide Kommunen 20 528 Euro.

Die Auswertung der Umfragebögen erfolge schließlich gemeinsam durch das Amt Zarrentin, die Wirtschaftsfördergesellschaft Südwestmecklenburg mbH und die Koordinierungsstelle Breitband beim Zweckverband "Elektronische Verwaltung in M-V", so Dirk Schiewer. Auf dieser Grundlage würden, entsprechend der sich aufzeigenden Bedarfe, die erforderlichen Maßnahmen abgeleitet und schließlich Kontakte zu den Netzbetreibern aufgebaut. Gemäß der Breitbandstrategie des Bundes solle auch untersucht werden, ob der Aufbau neuer, moderner Übertragungstechnologien mit bis zu 100 Mbit/s in den nächsten Jahren im Landkreis Ludwigslust-Parchim wirtschaftlich realisierbar sei, heißt es abschließend aus dem Bauamt.

zur Startseite

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Diskutieren Sie mit.

Leserkommentare anzeigen