ImPuls-Tage Neuenkirchen : Innehalten, für mehr Achtsamkeit

Sie sind Experten für Bewegung, Entspannung, kreatives Schreiben und spirituelle Naturbegegnungen: Heidrun Reimers, Ursula Grohmann, Gabriele Pauly und Wolfgang Winkler. Das Quartett lädt nach Neuenkirchen zu den ImPuls-Tagen, um Stress abzubauen.
Sie sind Experten für Bewegung, Entspannung, kreatives Schreiben und spirituelle Naturbegegnungen: Heidrun Reimers, Ursula Grohmann, Gabriele Pauly und Wolfgang Winkler. Das Quartett lädt nach Neuenkirchen zu den ImPuls-Tagen, um Stress abzubauen.

Gabriele Pauly, Heidrun Reimers, Ursula Grohmann und Wolfgang Winkler bieten in Neuenkirchen ImPuls-Tage zum Stressabbau

von
25. Januar 2016, 08:00 Uhr

Es ist eine unmissverständliche Botschaft: Raus aus der Hektik, hinaus aufs Land , zurück zur Natur. Dem Stress der Hochleistungsgesellschaft entfliehen, innerlich wie äußerlich Abschied nehmen von einer Zivilisation, die sich weitestgehend von den wahren Werten, der Freiheit, der Stille, der Weite und dem einfachen Leben abseits der großen Straßen längst entfernt hat. Stattdessen Rückzug in die Idylle. Für viele von uns ist das vielleicht der wichtigste Wunsch fürs neue Jahr. Oder gar ein seit langem gefasster Vorsatz.

„Es geht um das Innehalten und eine Auszeit vom Alltag“, erklärt Gabriele Pauly. Das sei etwas, was sich fast jeder wünsche, aber nur selten hinbekäme, sagt die 48-Jährige weiter. Die Wittenburgerin will zusammen mit drei Gleichgesinnten sogenannte „ImPuls-Tage“ im örtlichen Himmel-Erden-Haus, Landweg 6, anbieten.

Tempo der Natur ist ganz anders, als im Alltag

„Ich habe durch jahrelanges Beobachten gemerkt, dass das Tempo in der Natur ein ganz anderes ist, als in unserem Alltag, der immer hektischer und komplizierter wird.“ Sie habe vor ein paar Jahren Kontakt zu einem Indianer gehabt. In dessen Kultur werde jeder Mensch anerkannt, egal, ob er etwas leiste oder nicht. „Die Indianer nennen die Erde ihre Mutter. Sie achten die Natur, versuchen im Einklang mit ihr zu leben, plündern sie nicht leer. Leben viel bewusster mit ihren Traditionen, haben ein eigenes Zeitverständnis und recht viel Humor.“

Das Training der Achtsamkeit soll sich über alle Kurse winden. „Einfach nur sein, wie man ist. Einfach nur tun, was man macht. Einfach nur denken, was man denkt und fühlen, was man fühlt. Etwas langsamer und bewusster als sonst. Für einen kurzen Augenblick, der wertvoll ist, weil er gedankliche Klarheit, Stressbewältigung und größere Gelassenheit ermöglicht,“ berichtet Wolfgang Winkler. Der 65-Jährige ist Spezialist für Yoga, Bewegung und Entspannung.

„Das, was ich an Übungen anbieten will, geht hinaus über die rein körperliche Ebene. Sie sind mehr eine wachsende, innere Bewusstseinshaltung der Seele, für mehr Weisheit und Liebe“, führt der Schwaberower weiter im SVZ-Gespräch aus. Er wird zusammen mit Heidrun Reimers, einer pensionierten Deutschlehrerin, den Reigen der ImPuls-Tage eröffnen.

„Dabei geht es um kreatives Schreiben für die Phantasie, das nicht unbedingt für Leser und Zuhörer gedacht ist, sondern etwas von einem Tagebuch hat“, klärt die 66-Jährige auf. Sie wolle anregen, den eigenen Fähigkeiten zu vertrauen und das natürliche Ausdrucksvermögen zu entfalten, so die Zarrentinerin, die derzeit mit den Töchtern ein Projekt verwirkliche. „Wir schreiben über mein Leben, ich beantworte Fragen.“ In ihrem Kurs lasse man Assoziationen frei fließen, um das Thema zu erschließen. „Entscheidend ist die Wahl prägnanter Kennwörter, die mit eigenen Gefühlen und Erfahrungen aufgeladen sind. So entsteht eine netzartige Skizze der Ideen“, weiß die ehemalige Pädagogin, für die Texte schreiben mit leichter Hand keine Zauberei sei.

Ebenfalls nicht aus dem Reich der Magie erscheint, was Ursula Grohmann anzubieten hat. Nämlich die Feldenkrais-Methode. Das sei eine meditative Therapie, um „als pädagogisches Konzept Bewegungen auf leichte und spielerische Weise zu erforschen. Mit innerer Aufmerksamkeit sich selbst beobachten, um Abläufe neu zu fassen, ohne Anstrengung, mit dem Ziel, sich gut zu fühlen, das beinhaltet Feldenkrais-Arbeit. Also die Rückkehr zu Ursprung und Leichtigkeit“, erzählt die 57-Jährige. Man darf also durchaus gespannt sein.

zur Startseite

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Diskutieren Sie mit.

Leserkommentare anzeigen