Zarrentin : In zehn Tagen ans Mittelmeer

Auf Umwegen, oft genug musste der Weg gesucht werden.
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Auf Umwegen, oft genug musste der Weg gesucht werden.

Zarrentiner Extremsportler nach 1750 Kilometern gesund an der Adria angekommen. Zurück geht es später mit dem Flieger.

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09. Juli 2019, 05:00 Uhr

Das große Abenteuer der Extremsportler vom Schaalsee ist von Erfolg gekrönt. Die fünf fuhren in zehn Etappen mit dem Rad an die Adria. Nach 1750 Kilometern, 15269 Höhenmetern erreichten Gerrit Niehus, Lars Meyer, Martin Prösch, Carsten Hertwig und Lasse Rehbohm ihr Ziel. Es war eine harte Tour, die allen alles abverlangte. „Es gab keine Unfälle, keinen Streit, sie hatten sechs Reifenpannen und keine Unfälle. Und sie kamen bei bester Laune an“, berichtete Natalie Sarah Niehus, eine der Ehefrauen.

Über ihre Erlebnisse berichteten die Radsportenthusiasten täglich auch in einem Internet-Blog. „Nach der 10 Kilometer langen Abfahrt nach Split haben sich alle wieder erholt und freuen sich auf die letzten Kilometer an der Küstenstraße an der Adria“, stand dort zur Schlussetappe. Dann war nach fast 77 Stunden reiner Fahrzeit endlich Feierabend. Der Vermieter ihres Hauses empfahl dann noch gleich eine Runde von ca. 50 Kilometern in den Bergen. Der Mann hatte nur gehört, dass die Männer mit ihren Rädern anreisten, von der großen Tour wusste er nichts.

Die letzte Etappe fiel mit 101 Kilometern und 1063 Höhenmetern relativ bescheiden aus. Bergig mit steilen Rampen war es besonders in den letzten Tagen immer wieder zugegangen. Und das bei Temperaturen, die teilweise über die 40-Grd-Marke kletterten. Die größte Herausforderung für die fünf Radfahrer war jedoch immer die Suche nach dem richtigen Weg. Hier gab es dann auch etliche Umwege und nicht ungefährliche Straßenabschnitte, denn oft genug durchkreuzten Baustellen die eigentliche Tourplanung.

Um die richtige Navigation zum nächsten Ziel kümmerte sich immer einer der Radfahrer, das war eine tägliche Herausforderung.

Ein Segen war dabei die Hilfe von „Onkel Bernd“ im Begleitfahrzeug, der für die Tour extra Urlaub genommen hatte. Nur die letzte Etappe mussten die fünf Zarrentiner dann ohne Trossfahrzeug auskommen.

Ungeachtet aller Strapazen fanden die Radrennfahrer unterwegs auch immer etwas Muße für ein paar Sehenswürdigkeiten. So gelang in Kroatien ein Abstecher zu dem Drehort der Winnetou-Filme. Legendär waren auch die Pausen, die an den Supermärkten in den Dörfern eingelegt wurden. Ungewohnt für die Radfahrer vom norddeutschen Schaalsee waren die steilen Anstiege in den Bergen von bis zu 20 Prozent, die den Flachlandradlern wirklich alles abverlangten.

Am Ende waren alle froh, gesund und ohne Unfälle angekommen zu sein. Denn eine Absicherung im Straßenverkehr hatte die kleine Gruppe nicht, sie fuhr auf eigene Gefahr. Es war nicht die erste extreme Radrunde der Zarrentiner. Vor einigen Jahren fuhr eine Gruppe schon einmal nach Mallorca, zuerst nach Spanien mit dem Rad und nach dem Übersetzen mit der Fähre ging es weiter. Die nächsten Tage dienen den Radfahrern als Erholung, zurück geht es dann mit den Rädern per Flugzeug.

Wer dann noch nicht genug hat, der kann sich in wenigen Wochen bei privaten „Rennen“ um den Schaalsee beweisen. Gewinner ist der, der in 24 Stunden die meisten Umrundungen um den großen See schafft.

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