Lübtheen : In Urlaubszeit weniger Freiwillige

Gerold Vogel (71) aus Lübtheen, zählt zu den langjährigen DRK-Blutspendern.
Gerold Vogel (71) aus Lübtheen, zählt zu den langjährigen DRK-Blutspendern.

Aktuelle Situation stellt DRK-Blutspendedienst vor besondere Herausforderung / Gerold Vogel aus Lübtheen spendet zum 102. Mal

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27. August 2015, 15:11 Uhr

Gerold Vogel (71) spendet schon viele Jahre sein Blut. Bereits zu DDR-Zeiten gehörte er zu den Freiwilligen. Er war bei der jüngsten Blutspende-Aktion des Deutschen Roten Kreuzes (DRK) in Lübtheen wieder mit dabei.

„Das ist heute meine 102. Spende. Damit will ich anderen Menschen helfen, und ich will etwas Gutes tun. Außerdem merke ich, dass mir die Spende selber auch gut tut“, erzählt der Lübtheener, während er von Schwester Renate betreut wird. Der Blutspendedienst hat regelmäßige Termine in Lübtheen. Im Schnitt alle Viertel-Jahre, so Schwester Renate, sei der Dienst vor Ort.

„Wir kennen die Spender alle und merken dann auch, wenn jemand fehlt“, sagt sie. Und sie bestätigt, dass in der Urlaubs- und Ferienzeit, weniger Blutspender den Einladungen folgen.

„Saisonale Schwankungen, beispielsweise in Ferienzeiten, an Feier- und Brückentage und nicht zuletzt in Hitzeperioden, die kurze Lagerfähigkeit der unterschiedlichen Blutprodukte mit teilweise nur vier Tagen, sowie die Blutgruppenverteilung in der Bevölkerung stellen für die jederzeitige, flächendeckende Versorgung der Patienten mit allen erforderlichen Blutprodukten eine besondere Herausforderungen dar“, betont Annett Köhler vom Blutspendedienst Mecklenburg-Vorpommern gGmbH aus Neubrandenburg auf SVZ-Nachfrage.

„Für den DRK-Blutspendedienst bedeutet das, eine regelmäßige, zeitnahe organisatorische und logistische Anpassung hinsichtlich der Verfügbarkeit als auch des zu erwartenden Bedarfes. Hierbei verfügen aber die Blutspendedienste des Roten Kreuzes über hinreichend Erfahrungswerte“, versichert sie weiter. Die aktuelle Situation bei den Blutkonserven bezeichnet sie als angespannt, aber nicht besorgniserregend. Durch das gute Wetter sowie die Ferienzeit sei nach ihren Worten die Interessenlage der Spender in erster Linie nicht auf das Thema Blutspende gerichtet. „Aktuell sind die Bestände des DRK-Blutspendedienstes jedoch so, dass eine jederzeitige Versorgung möglich ist“, betont sie.

Im Hinblick auf die zukünftig sichere Versorgung mit Blutkonserven macht Annett Köhler deutlich, dass Prognosen zur demografischen Entwicklung in Deutschland einen Anstieg des Bedarfs an Blutprodukten bei gleichzeitigem Rückgang des Anteils spendefähiger Personen erwarten lassen. „Diese Entwicklung wird auch zukünftig hohe Anforderungen an die Spendebereitschaft der Bevölkerung und die Blutspendedienste stellen. Die Blutspendedienste versuchen dem Rechnung zu tragen, indem die jüngeren Bevölkerungsgruppen vermehrt in den Fokus von Werbemaßnahmen geraten. Zu nennen sind hier die aktuelle Kampagne ,Mutspende’, aber auch der Ausbau der Präsenzen im Internet.“

Derweil hat Gerold Vogel sein Blut gespendet. Nach seinen Worten wird er im kommenden Jahr seine letzte Blutspende geben.

Die nächsten Blutspende-Termine in der Region:

Am 5.September in Gammelin bei der Freiwilligen Feuerwehr in der Zeit von 10 bis 14 Uhr.

Am 7. September im Finanzamt Hagenow in der Zeit von 13 bis 16 Uhr.

Und am 11. und 17. September in Boizenburg, Ludwig-Reinhard-Schule, in der Zeit von 14 bis 19 Uhr.

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